Uhrzeit.org Blog

Unser erstes Mal: Wie uhrzeit.org in die Zange von Verschwörungstheorien geriet

Karo
von Karo

Jede Geschichte hat ihren Anfang. Es war ja abzusehen, dass sich hinter der freundlichen Fassade eines engagierten, jungen Uhrenshops Abgründe auftun müssten. Schwierig wird es nur dann, wenn es einfach nichts aufzudecken gibt. Da kann man dann gern auch mal selber ein bisschen nachhelfen und sich auf eine Thematik einschießen, die bis dato keine war. Es gibt sie also nicht nur in den Sommerlöchern dieser Medienwelt, diese aufgebauschten Themen, die unstillbare Sehnsucht nach Drama und die ständige Suche nach dem großen Coup.

So ist es zu erklären, dass letzte Woche über „die miesen Tricks der Onlineshops“ berichtet wurde und wir uns den Vorwurf gefallen lassen mussten, bewusste Abzocke zu betreiben.
Manchmal sind es die nichtsichtbaren Dinge, die ein Ergebnis erst vollständig sein lassen. Man sollte immer auch einen Blick hinter die Kulissen werfen, auch wenn ein Skandal nach anständiger Recherche verpufft, wie heiße Luft in der Antarktis.

Das soeben erstandene Hammerschnäppchen des Tages ist doch tatsächlich 40 € teurer als der soeben getätigte Kauf. Der aufmerksame Sherlock ist empört,  riecht einen Skandal und beginnt weiter zu recherchieren.

Wir hätten so gerne persönlich mit ihm gesprochen, mit ihm über die Ungerechtigkeiten dieser Welt philosophiert und nebenbei einfach mal fallen lassen, dass es tatsächlich einen Grund für diese Preisunterschiede gibt. Er hätte festgestellt, dass wir dem Bild der abzockenden Online-Welt so ganz und gar nicht gerecht werden können und wollen.

Wer will schon hören, dass es ein technischer Aspekt ist, der für diesen Fauxpas verantwortlich ist. Dass die Daten unseres Shops zum damaligen Zeitpunkt einmal täglich an den dienstleistenden Betreiber unserer Mobilanwendung übermittelt werden und es dadurch zu Verzögerungen der Preisgestaltung bei gerade mal 0,2 Prozent unseres Sortiments kommen kann?

Sherlock wollte das wohl nicht hören, sonst hätte er einfach mal nachgefragt. Und wir hätten ihm auch ein Geheimnis verraten: Hätte er mobil nach unserem Schnäppchen vom Vortag geschaut, hätte er es dort noch günstiger kaufen können, während auf der Hauptseite bereits ein anderes Schnäppchen wartete.

Würde er uns heute anrufen, könnten wir berichten, dass dieser Prozess nun angepasst wurde und die Synchronisation nun zeitgleich funktioniert. Wir könnten ihm erzählen, dass unsere Kunden sich noch nie beschwert haben, Produkte zu unterschiedlichen Preisen erstanden zu haben. Und wenn, dann hätten wir sogar ein Ass im Ärmel gehabt: Unsere 100 tägige Niedrigpreisgarantie, an die wir uns verrückterweise auch in eigner Sache halten.

Ein Hoch auf die einfachen Wahrheiten!