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Eine kleine Zeitreise: Die Geschichte der Uhr

Karo
von Karo

Heute gibt es mal einen kleinen Exkurs in die Geschichte der Zeitmessung. Selbstverständlich nehmen wir immer neue Trends wahr und freuen uns über ausgefallene Uhren, aber interessant wäre an dieser Stelle doch auch mal die Frage, was es mit der Zeit so auf sich hat und wann die Uhr ihren Weg an unsere Handgelenke gefunden hat. Angefangen hat alles ab dem 3. Jahrtausend v Chr. Damals bediente man sich der Sonnenuhr, die den Tag in mehrere Einheiten aufteilte, um sich zu orientieren. Später kamen dann die etwas ungenaueren Wasseruhren hinzu, die allerdings den Vorteil hatten, tageslichtunabhängig zu sein. Im 2 jahrhundert v Chr. gelang es dann durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung eine relativ genaue Wasseruhr mit Zeiger und Zifferblatt herzustellen.

Ab 900 n. Chr. etbalierte sich neben der Sonnen- und Wasseruhr auch die Kerzenuhr. Man nutze Kerzen unterschiedlicher Form und Größe, deren Brenndauer bekannt waren, um Zeiträume eingrenzen zu können. Vorteil war auch hier, die Zeit problemlos im Dunkeln bestimmen zu können. Neben den Kerzen wurden auch Öllampen, Zündschnüre und spezielle Räucherstäbchen zur Zeiterfassung genutzt.

Wann genau die mechanische Uhr eingeführ wurde, lässt sich nicht mehr ganz genau datieren. Allerdings lassen Untersuchungen die Vermutung zu, dass erste Zahnräderuhren im frühen Hochmittelalter konstruiert und genutzt wurden. Im Jahr 1335 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung einer mechanischen Uhr und zwar befand sich diese in der Kapelle des Palastes der Visconti in Mailand. Im Jahr 1427 wurde die Uhrfeder von Heinrich Arnold erfunden. Die ersten mechanischen Uhren waren größeren Ausmaßes und fanden in zahlreichen Klöstern und großen Kirchen Verwendung.

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts verfügten die meisten großen Städte über Räderuhren, die den Reichtum der Städte sehr gut wiederspiegelten. Ihren Höhepunkt erreichte der Fortschritt der Zeitanzeige mit der Entwicklung der Atomuhr, die im Jahr 1949 eingeführ wurde. Damit war eine hohe Ganggenauigkeit mittels freier Atome und Ione als Zeitgeber gegeben und man erzielte damit erstmals eine Unabhängig von Umgebung und Alterung. In Mainflingen dient eine Atomuhr der PTB Braunschweig mit dem Zeitzeichensender DCF77 auf Langwelle als Zeitnormal und hat eine ungefähre Reichweite von zweitausend Kilometern. Durch regelmäßig ausgesandte Funksignale werden alle erreichbaren Funkuhren Mitteleuropas synchronisiert.