Analoganzeige
Eine Analoganzeige bedient sich der Hilfe von Zeigern auf einem Zifferblatt, um die Uhrzeit anzuzeigen. Im Gegensatz dazu steht die Digitalanzeige, die die Uhrzeit mittels Ziffern (Digits) auf einem Display wiedergibt.
Anker
Ein Anker ist bei mechanischen Uhren ein vom Pendel oder der Unruh gesteuerter Schalthebel in Form eines Schiffsankers, der als Teil der Hemmung das Drehmoment des Steigrades in eine Hin- und Herbewegung zum Antrieb des Schwingsystems umwandelt. Da am Anker sowohl Gleitreibung als auch Stoßbeanspruchung stattfindet gilt er als einer der meist beanspruchtesten Teile einer Uhr. Das klassische Ticken einer Uhr wird ebenfalls vom Anker erzeugt.
Atomuhr
Bei der Atomuhr handelt es sich um einen Zeitmesser, dem die hochfrequente Schwingungsdauer bestimmter Atome zugrunde liegt (z.B. Caesium oder Rubidium). Diese werden dann durch ein elektromagnetisches Feld oder optisches Pumpen zu Schwingungen angeregt und synchronisieren so einen Quarzgenerator. Der Amerikaner Isidor Isaac Rabi (1898-1988) entwickelte die erste Atomuhr an der Columbia University und erhielt dafür im Jahr 1944 den Nobelpreis.
Im Jahr 1973 begann die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig damit, Caesiumuhren-Zeitsignale (einschließlich Kalenderangaben und Informationen über die Sommerzeit) über den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main abzustrahlen. Der DCF77-Sender der PTB verbreitet das Zeitsignal auf einer Langwellenfrequenz von 77,5 kHz mit einem Radius von etwa 1.500 km. Im Vereinten Königreich, in Japan und in den USA existieren ähnlich funktionierende Zeitsignalsender.
Automatikuhr
Die Automatikuhr ist eine mechanische Armbanduhr, bei der die Feder bei Armbewegungen des Trägers durch einen Rotor in kleinen Schritten aufgezogen wird.
Der Rotor, der zumeist kugelgelagert ist, bleibt bei Bewegungen des Uhrgehäuses aufgrund seiner Massenträgheit und der Schwerkraft im Raum stehen, wobei ein Drehmoment auf den Aufziehmechanismus ausgeübt wird. Im Normalfall wird die Feder in beide Drehrichtungen aufgezogen. Liegt die Drehbewegung des Gehäuses in der Achse des Rotors, so beruht das Prinzip allein auf dem Trägheitsmoment des Rotors. Dieses Phänomen funktioniert also auch in der Schwerelosigkeit. Bei Drehbewegungen, die senkrecht zur Achse des Rotors stattfinden, kommt die Exzentrizität desselben zum Tragen: Der Rotor ist zumeist nur halbkreisförmig ausgebildet, so dass sein Schwerpunkt nicht mit seiner Achse zusammenfällt. Wird die Uhr nur leicht aus der Horizontalen gedreht, genügt dies gegebenenfalls für eine 180-Grad-Drehung des Rotors. Eine Rutschkupplung verhindert ein Überdrehen der Zugfeder, wenn die Uhr bereits voll aufgezogen ist. Automatikuhren zeichnen sich neben ihrer einfachen Handhabung auch durch einen erheblich gleichmäßigeren Lauf aus, der durch die stets gleichmäßig gespannte Feder ausgelöst wird. Die Einführung der Automatikuhr brachte damit einen großen Fortschritt in Bezug auf die Gangabweichung.
Autoquarz-Antrieb
Der japanische Großhersteller Seiko entwickelte eine Verbindung von automatischem Antrieb und Quarzregelung des Gangs, die zur Folge hat, dass die Uhr batteriefrei laufen kann und dennoch keine Abstriche in der Quarzgenauigkeit macht. Mittlerweile sind auch Handaufzugs-Modelle mit Quarzregelung auf dem Markt verfügbar. Ein Vorteil dieser Technik ist, dass sich die Uhr auch dann die Zeit merkt, wenn sie mangels Antriebsenergie stehen bleibt (bis zu vier Jahre). Erfolgt eine erneute Bewegung stellt sie sich automatisch auf die aktuelle Zeit ein. (Auto replay)
Baguettewerk
Dabei handelt es sich um ein besonders schmales Werk, das vorwiegend bei zierlichen Damenuhren eingesetzt wird. Das Räderwerk wird zusammengedrängt und auf zwei Ebenen angeordnet.
Binäre Uhr
Eine binäre Uhr stellt die aktuelle Zeit in binärer Form dar. Das bedeutet, dass jede Dezimalziffer der ausgegebenen Zeit einzeln in das Dualsystem angezeigt und umgerechnet wird. Die Anzeige wird mittels LED realisiert. Die binäre Uhr verfügt über 6 Spalten und diese bilden je im Doppel die Stunden, Minuten und Sekunden. Dabei zeigt die erste Spalte eines jeden Zweierblocks die Zehnerwerte an und die zweite Spalte die Einerwerte.
BPC
BPC ist das Zeitzeichensignal für China. Der Sender befindet sich in der Provinz Shaanxi(34° 56′ 54,9″ N, 109° 32′ 34,7″ O) und sendet auf 68,5 kHz.
Cabochan
Ein Cabochan ist ein rund geschliffener Zierstein, der manchmal als Abschluss einer Aufzugskrone dient.
Chronograph
Die Bezeichnung Chronograph leitet sich aus den griechischen Begriffen chronos für „Zeit“ und grapho für „Ich schreibe“ ab und ist die Bezeichnung für eine Stoppuhr.
Erfinder des ersten Chronographen war der Franzose Rieussec im Jahre 1821. Ein Jahr später meldete er auf seine Erfindung ein Patent an. Ein Chronograph verfügt über Stunden- Minuten- und Sekundenzeiger und bietet zusätzlich einen weiteren Mechanismus, der einen meist zentral angeordneten Chronographenzeiger durch manuelle Betätigung eines Drückers aktiviert, deaktiviert und wieder in Nullstellung bringt, ohne das eigentliche Uhrwerk zu beeinflussen. Mit diesem System lassen sich Zeitspannen von einer Minute bis zu 12 Stunden messen, je nach technischer Ausstattung.
Chronometer
Die Bezeichnung Chronometer steht für eine besonders präzise Uhr mit einer absoluten Ganggenauigkeit.
Ein offizieller Chronometer darf seinen Namen nur tragen, wenn es eine Uhr ist, deren Ganggenauigkeit vom unabhängigen Schweizer Observatorium "Officiel Suisse dés Chronometres C.O.S.C." bestätigt wurde. In einer 15tägigen Prüfung wird der Chronometer in fünf Lagen und bei drei verschiedenen Temperaturen dieser Prüfung unterzogen. Die gesamte Prüfung findet in einer Luftfeuchtigkeit von 24% statt. Erst nach dieser bestandenen Prüfung darf sich die Uhr dass offizieller Chronometer nennen und erhält hierzu auch ein entsprechendes Zertifikat.
DCF77
DCF77 ist das Rufzeichen des deutschen Zeitzeichensenders der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Mainhausen (50° 0′ 56″ N, 9° 0′ 39″ O). Das DCF77-Signal wird auf Langwelle gesendet und kann bis zu einer Entfernung von etwa 2000 km empfangen werden, wobei unter Umständen auch wesentlich höhere Reichweiten möglich sind. Hier eine Darstellung des Empfangsgebiets des Signals:
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Dichtungsring
Um eine Uhr wasserdicht zu machen, wird sie mit mindestens einem Dichtungsring am Gehäusedeckel, Krone und Glas versehen. In der Regel bestehen Dichtungsringe aus unterschiedlichen Kunststoffen.
Digitalanzeige
Die Geschichte der Digitaluhr reicht ins 19. Jahrhundert zurück, so existierte bspw. im Bühnenportal der Dresdner Semperoper eine der ersten Exemplare.
Die Digitaluhr verwendet sogenannte Digits (Ziffern) und bedient sich entweder der LED oder LCD Technik, um die Ziffern anzuzeigen. Bei der tatsächlichen Zeiterfassung ist es unerheblich ob es sich um Analog- oder Digitaltechnik handelt. Bei einer Analoguhr kann die Zeiterfassung auch mittels Digitaltechnik realisiert werden und Digitaluhren können ebenfalls durch Analogtechnik bedient werden.
Eco-Drive
 Bei aller Präzision besitzen Quarzuhren ein entscheidendes Manko - die sehr begrenzte Lebensdauer der Batterie. Dabei sind alternative Energiegewinnung und modernes Power-Management für umweltverträgliche Quarz-Zeitmesser längst in den Bereich des Normalen gerückt. Die von Citizen exklusiv entwickelte Antriebsinnovation durch Solar, die Eco-Drive Technik vereint höchste Ansprüche an Ökonomie, Ökologie und Ästhetik. Durch den Einsatz hochempfindlicher Photozellen kann Sonnen- oder Kunstlicht und sogar das Licht einer Kerze in elektrische Energie umgewandelt und für den Uhrenantrieb genutzt werden. Weil überschüssige Energie automatisch in einem kleinen Akku gespeichert wird, funktionieren diese Uhren auch dann, wenn sie über Monate im Dunkeln liegen. Mit der Dunkelgangreserve bis zu 3 Jahren ist die Eco-Drive Technologie einzigartig. Die Solartechnologie ermöglicht es, dass nie wieder eine Batterie gewechselt werden muss. Bei Taucheruhren ist dies besonders vorteilhaft, weil ein Batteriewechsel oft eine Undichtigkeit der Uhr nach sich zieht.
Ewiger Kalender
Einen ewigen Kalender in die präzise Technik eines Uhrwerks zu integrieren ist keine leichte Aufgabe. Es werden Tag, Wochentag, Wochenzähler, Monat, Jahreszeit, Schaltjahresanzeige und Mondphase über die Jahre hinweg präzise angezeigt, ungeachtet der geraden und ungeraden Monate oder der Schaltjahre. Unsere Zeitrechnung geht auf den gregorianischen Kalender zurück, nach dem das Jahr 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden dauert. Da uns nach dieser Rechnung jedes Jahr circa sechs Stunden verloren gehen, wird alle vier Jahre ein Schaltjahr eingeschoben, um den Verlust wieder auszugleichen.
Funkuhr
Funkuhren empfangen über einen Zeitzeichensender die exakte Zeit der Atomuhr. Eine Atomuhr steht beispielsweise in der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Diese Atomuhr ist mit dem DCF77-Funkturm in Mainflingen bei Frankfurt verbunden, der die Funkuhren steuert. Der Funkturm in Mainflingen erreicht eine Uhr mit Funk-Technologie je nach Modell in einem Radius von bis zu 2000 km.
In anderen Regionen der Erde finden sich weitere Zeitzeichensender. Ob eine Funkuhr in der Lage ist, das jeweilige Zeitsignal zu empfangen, können Sie der jeweiligen Produktbeschreibung entnehmen.
Einige wichtige Zeitzeichensender:
- DCF77 - Standort: Deutschland. Empfangsbereich: Westeuropa
- MSF - Standort: Großbritannien. Empfangsbereich: Britische Inseln, Nordwesteuropa
- WWV - Standort: Boulder/Colorado, USA. Empfangsbereich: USA
- JJY - Standort: Japan. Empfangsbereich: Japan
- BPC - Standort: China. Empfangsbereich: China
Bei einer Zeitumstellung stellt sich die Funkuhr automatisch um, sobald sich die Atomuhr umgestellt hat und das Signal über den Funkturm bei der Uhr ankommt.
Auf Reisen können die meisten Funkuhren ganz einfach auf die entsprechenden Zeitzonen eingestellt werden. So zeigen sie in weiten Teilen Europas die funkgenaue Ortszeit an. Einige Modelle schaffen dies auch weltweit.
Ganggenauigkeit
Ganggenauigkeit beschreibt die Abweichung einer bestimmten Norm innerhalb eines festen Zeitraums. In der heutigen Zeit ist die Ganggenauigkeit von Uhren von enormer Bedeutung, damit die unterschiedlichsten technischen Prozesse synchron funktionieren. (Netzwerke, Datensicherung, Flugverkehr). Bei Quarzuhren kann man von einer Ganggenauigkeit von +/- 30 Sekunden im Monat ausgehen und sollten von daher auch regelmäßig synchronisiert werden. Automatikuhren hingegen weisen eine Ganggenauigkeit von +/- 30 Sekunden am Tag auf. Die Atomuhr hat eine Ganggenauigkeit von etwa einer Sekunde Abweichung in 30 Millionen Jahren.
Gangreserve
Als Gangreserve bezeichnet man den Zeitraum, in dem eine Uhr läuft ohne aufgezogen werden zu müssen. Die Gangreserveanzeige beschreibt die verbleibende Zeit bis zum Stillstand einer mechanischen Uhr und gibt so Auskunft, wann eine Uhr erneut aufgezogen werden sollte.
Handaufzug
Handaufzug ist die manuelle Form eine Uhr zum Laufen zu bringen. Dabei wird die Aufzugskrone von Hand gespannt und sorgt so für eine Gangreserve von 38-40 Stunden.
Hemmung
Die Bezeichnung Hemmung steht für eine Baugruppe mechanischer Uhren, mechanischer Kurzzeitwecker, Schreiber und Zeitschalter.
Eine Hemmung dient der Drehzahlstabilisierung beim Antrieb des Federwerks.
Eine Uhrenhemmung verhindert die spontane Entleerung des Energiespeichers und sorgt für einen gleichmäßigen Energiefluss. So erfolgt eine kontrollierte Drehbewegung der Zahnräder, die dann mit Hilfe der Zeiger als Uhrzeit angezeigt wird.
Die Hemmung muss dem Taktgeber (Unruh, Pendel) die durch Reibung verloren gegangene Energie ersetzen.
Indikation
Indikationen sind alle Vorrichtungen mit deren Hilfe der Ablauf der Zeit dargestellt wird. Hierfür dienen die sogenannten Indikationsblätter. Über die Uhrzeit hinausgehende Hilfsindikatoren zeigen unter anderem Mondphasen, Kalender oder aber auch die Zeit anderer Zeitzonen an.
Jahresuhr
Eine Jahresuhr verfügt über eine Gangreserve von einem Jahr und muss folglich nur einmal im Jahr aufgezogen werden. Damit das auch gewährleistet ist wird eine Jahresuhr mit einem besonders zuverlässigen Uhrwerk ausgestattet. Sie arbeitet mit einem Drehpendel.
JJY
JJY ist das Zeitzeichensignal in Japan. Ein Sender - JJY40 - sendet auf 40 kHz und befindet sich in auf dem Berg Ōtakadoya in der Präfektur Fukushima(37° 22′ 21″ N, 140° 50′ 56″ O), ein zweiter - JJY60 - sendet auf 60kHz und befindet sich auf dem Berg Hagane in der Präfektur Saga (33° 27′ 56″ N, 130° 10′ 32″ O).
Kaliber
Das Kaliber beschreibt die Form und die Größe eines Uhrwerks. Die Kalibernummer steht für den Werkstyp einer Uhr. ETA beispielsweise ist einer der größten Schweizer Anbieter mechanischer Werke. Anhand der Nummer kann ein Uhrenmacher im Bedarfsfall die passenden Ersatzteile für einen bestimmte Uhr bestimmen.
Kinetic
Bei Kinetic-Uhren handelt es sich um Quarzuhren, die den nötigen Strom nicht aus einer Batterie beziehen, sondern - ähnlich einer Automatikuhr - aus den Bewegungen des Trägers, die auf ein Schwungrad übertragen werden. Ein extrem kleiner und leichter Generator erzeugt daraus dann die Spannung für das Quarzwerk. Überschüssige Energie wird in einem Kondensator gespeichert, dadurch wird eine Gangreserve von bis zu 3 Monaten erreicht.
Kleine Sekunde
Die kleine Sekunde befindet sich nicht in der Zifferblattmitte einer Uhr, weil die Räder im Räderwerk so angeordnet sind, dass sich das Sekundenrad nicht in der Mitte befindet.
Der Zapfen des Sekundenrads wird hierbei durch das Zifferblatt verlängert und ein separater Zeiger aufgesteckt. Die kleine Sekunde ist meist bei 6 Uhr angeordnet.
Lagen
Es gibt unterschiedliche Positionen in denen Armbanduhren getragen werden. Umso wichtiger sind die verschiedenen Lagen zur Regulierung der Uhr. Es wird in der Regel zwischen fünf Lagen unterschieden. „Krone links“, „Krone oben“, „Krone unten“, „Zifferblatt oben“ und „Zifferblatt unten“. Je nach bestehender Lage wirken die Kräfte unterschiedlich auf die Uhren ein. Damit ein zuverlässiges Gangergebnis erzielt wird muss die Uhr in allen fünf Lagen reguliert werden.
Lager
Das Lager einer Uhr sind kleine Bohrungen für die Zapfen des Räderwerks. In manchen Fällen werden die Bohrungen für schnell drehende Triebe und Räder mit Lagersteinen verstärkt.
LED Display
Ist die technische Bezeichnung für die elektrooptische Anzeige mittels Light Emitting Diod. (Leuchtdiodenanzeige)
Lünette
Die Lünette ist Bestandteil des Uhrengehäuses. Es handelt sich dabei um einen Ring mit Nut, der auf das Gehäuse einer tragbaren Uhr montiert ist. Dieser Ring ist entweder fest verschraubt oder drehbar und eignet sich dann als Anzeige bestimmter Werte (Himmelsrichtung, zweite Zeitzone, Geschwindigkeitsmesser.)
Mechanikuhr
Die Mechanikuhr ist grundsätzlich mit einem Handaufzug ausgestattet und läuft ausschließlich mittels eines mechanischen Schwingsystems, dass durch eine aufgezogene Feder in Gang gebracht wird.
Mineraluhrenglas
Ist eines der meist verwendeten Uhrengläsern. Es handelt sich um ein äußerst robustes und kratzfestes Material und gehört zu den relativ preisgünstigen Gläsern.
Minutenkranz / Minuterie
Auf dem Zifferblatt umlaufende Einteilung der Minuten, oft zwischen zwei Kreise eingefaßt (‘Eisenbahnminuterie = sieht aus wie Eisenbahnschienen) und teilweise mit ‘5’-Minutenzahlen versehen.
MSF
MSF ist das Rufzeichen eines britischen Zeitzeichensenders in der Nähe von Anthorn im Nordwesten Englands (54° 55' N, 3° 15' W). Es sendet auf 15.8 kHz und wird sowohl auf den britischen Inseln als auch in weiten Teilen Nord- und Westeuropas empfangen.
Nullzähl-Alarm
Dabei handelt es sich um eine rückwärts laufende Stoppuhr, die beim Erreichen der Zielzeit (0 Minuten/ 0 Sekunden) einen Signalton von sich gibt.
Offiziersuhren
Dabei handelt es sich um Reiseuhren aus dem frühen 19. Jahrhundert, die meist mit einem Messinggehäuse versehen waren und über Schlagwerk und Repetition und teilweise auch über ein Weckerwerk verfügten. Bekannteste Exemplare sind die technisch ausgereiften dekorativen Schweizer Offiziersuhren mit vergoldeten Bronzegehäusen.
p.m.
steht für die lateinischen Begriffe post meridiem (nach Mittag) und beschreibt den Zeitraum von Mittags bis Mitternacht.
Pendel
Unter einem Pendel versteht man einen Gangregler der zur Erhöhung der Ganggenauigkeit einer Wanduhr dient. Das Pendel besteht aus einer Stange und einer Pendellinse. Wird die Pendellinse nach oben oder unten verschoben erreicht man eine grobe Regulierung der Ganggeschwindigkeit.
Pulsometer
Uhrenskala, die die Ablesung der Pulsschlagfrequenz pro Minute ermöglicht.
Quarzuhr
Quarzuhren sind Uhren, deren Taktgeber ein Oszillator ist, der mit Hilfe eines Schwingquarzes seine Frequenz besonders genau einhalten kann. Zu Anfang wurden Röhren verwendet, um die Frequenz des Quarzoszillators auf einen Sekundentakt zu bringen, seit den 50iger Jahren werden hauptsächlich Transistoren dafür benutzt.
Aufgrund der heute gängigen Halbleitertechnik lassen sich solche Uhren mittlerweile sehr stromsparend und preisgünstig bauen und beizeiten übersteigt die Lebensdauer der Batterie sogar die des Armbandes.
Regulator
Dabei handelt es sich um eine Pendeluhr mit Kompensationspendel und Gewichtsantrieb. Dominierend ist dabei als einziger großer Zeiger der Minutenzeiger. Der Stunden- und der Sekundenzeiger drehen sich jeweils dezentral und sind in kleineren Zifferblattbereich platziert.
Römische Ziffern
Die Römischen Zahlen haben ihren Ursprung im antiken Römischen Reich. Das auf den römischen Ziffern beruhende Zahlensystem stellt positive ganze Zahlen in einem Additionssystem zur Basis 10 mit der Hilfsbasis 5 dar. Ein Zeichen für die Null ist nicht gebräuchlich.
Saphirglas
Saphirglas (Al2O3) ist von den üblichen Uhrengläsern das härteste. Lediglich der Diamant und einige Karbide weisen eine größere Härte auf und können Kratzer auf einem Saphirglas verursachen. Da Saphirglas relativ stark spiegelt, wird es häufig mit einer Beschichtung versehen (sog. 'Antireflex-Saphir'), die dann leider nicht dieselbe Widerstandsfähigkeit aufweist.
Schlagwerk
Dient zur akustischen Zeitangabe. Der Schlag wird mittels eines oder mehrerer Hämmer erzeugt, die auf Tonstäbe, Glocken oder Tonfedern treffen.
Das Schlagwerk wird durch Gewichtszüge oder Federkraft angetrieben.
Selbstaufzug
Funktioniert nach dem Prinzip des Schrittzählers. Ein durch das Tragen der Uhr verursachtes auf- und abschwingendes Gewicht zieht über ein Gesperr die Feder auf und sorgt für eine reibungsloses Funktionieren des Uhrwerks. In modernen Armbanduhren findet man heutzutage eine verbesserte Form dieser Technik, die teilweise schon als Strom-Generatoren für Quarzuhren fungiert.
Swiss Made
Um eine Uhr mit dem Qualitätsmerkmal Swiss Made ausstatten zu können, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Das Werk der Uhr muss in der Schweiz zusammengesetzt, in Gang gesetzt, reguliert und auch vom Hersteller kontrolliert werden. Außerdem müssen mindestens 50% der vorhandenen Bestandteile aus schweizerischen Fabrikationen bestehen und nach dortigen Standards kontrolliert worden sein
Tachymeter
Mit Hilfe eines Tachymeters kann man den Wert schätzen, in welcher Geschwindigkeit sich ein Objekt bewegt oder ein bestimmter Vorgang stattfindet. Dies passiert, indem die Umrechnung einer bestimmten Quantität pro gemessene Sekunde in deren Wert pro Stunde mit Hilfe der Tachymeterskala erleichtert wird.
Taucheruhr
Eine Taucheruhr ist in der Regel bis mindestens 200 m Wassertiefe wasserfest. Sie ist außerdem druckfest und mit einer drehbaren Lünette ausgestattet, die die Messung der Tauchzeit bestimmen lässt. In Deutschland müssen Taucheruhren bestimmte Kriterien erfüllen bevor sie unter der Bezeichnung vermarktet werden können. Sie müssen über perfekte Wasserdichte verfügen, die genaue Ablesbarkeit von Uhrzeit und Tauchzeit muss auch aus 25 cm Entfernung gewährleistet sein und die Uhr muss auch bei Dunkelheit funktionstüchtig sein. Als letztes wichtiges Kriterium muss die Uhr eine Möglichkeit zur Vorwahl einer Zeitspanne bieten. ( Entweder in Form eines Timers oder einer Lünette)
Telemeterskala
Mit Hilfe der Telemeterskala können bestimmte Entfernungen auf der Basis der bekannten Schallgeschwindigkeit zwischen einem Beobachter und Vorgangsort direkt gemessen werden. Sie befindet sich als zusätzliche Skala auf manchen Chronographenzifferblättern.
Titan
Titan (Ti) ist ein chemisches Element und wird zu den Übergangsmetallen gezählt. Titan zeichnet sich durch besondere Festigkeit ,Korrosions- und temperaturbeständigkeit bei geringem Gewicht aus und ist daher für die Verarbeitung in Uhrengehäusen und -bändern besonders geeignet.
Da Titan in reiner Form praktisch nicht vorkommt, wird es aus Titanverbindungen, z.B. dem Titaneisenerz (Ilmenit) oder dem Titandioxid (Rutil) hergestellt. Da dieser Prozess sehr aufwändig ist, kostet Titan etwa das Zehnfache im Vergleich zu Stahl.
Tonneau
Kommt aus dem französischen und bezeichnet ein fassförmiges Gehäuse mit geraden Schmalseiten und gewölbten Längsseiten.
Unruh
Die Unruh ist ein Taktgeber des Schwungrads und sorgt für ein gleichmäßiges Vorrücken der Zeiger über das Räderwerk. Je genauer die Unruh das Schwungrad in Bewegung setzt, desto präziser ist die angezeigte Zeit.
Verschraubte Krone
Bei sehr robusten Uhren mit einer hohen Wasserdichtigkeit wird meist eine verschraubte Krone eingesetzt, um eine hohe Dichtigkeit zu erhalten und die Uhren stoßfest zu machen.
Wasserdichtigkeit
Die Angaben über die Wasserdichtigkeit von Uhren führen immer wieder zu Missverständnissen, da die angegebenen Meterangaben meist wenig Aussagekraft haben. Im Folgenden nun ein paar Richtlinien, die den richtigen Umgang mit ihrer Uhr und Wasser erleichtern sollen: 
Es kann auch vorkommen, dass die Angabe der Wasserdichtigkeit in Bar statt Metern vorliegt. Dies ist dann folgendermaßen zu verstehen:
3 bar = 30 m / 5 bar = 50 m / 10 bar = 100 m / 20 bar = 200 m
WWV
WWV ist das Rufzeichen des vom National Institute of Standards (NIST) and Technology bereitgestellten Zeitzeichensenders für die USA. Es wird vom Bundesstaat Colorado aus (40°40′47″N 105°2′33″W) auf 2,5, 5, 10, 15 und 20 MHz (Kurzwelle)gesendet.
Unter dem Rufzeichen WWVB wird am selben Standort ein Langwellensender betrieben, der auf 60kHz sendet.
Für den pazifischen Raum betreibt das NIST einen weiteren Sender (Rufzeichen WWVH) auf der Insel Kauaʻi in Hawaii, der auf 2,5 MHz, 5 MHz, 10 MHz und 15 MHz sendet.
Yachttimer
Unter einem Yachttimer versteht man eine Sportuhr mit verschiedenen Features, die für den Segelliebhaber
unentbehrlich sind. Dazu gehört unter anderem ein integrierter Yacht Countdown, der auf einem Zeitraum
bis zu 10 Minuten einzustellen ist. Ein Signallaut gibt Auskunft über die verbleibende Zeit bis zum Rennstart.
Natürlich verfügt ein Yachttimer über eine Wasserdichtigkeit von 10 bar, um eine reibungslose Funktion auch
bei Regen zu garantieren.
Zeigerwerk
Das Zeigerwerk dient zum direkten Antrieb der Zeiger und wird vom Gehwerk angetrieben. In der Regel besteht es aus drei Rädern: Minutenrad, Stundenrad und Wechselrad. Die Übersetzung des Zeigerwerks liegt im Normalfall bei zwölf zu eins, bei italienschen Uhren bei sechs zu eins und bei astronomischen Uhren bei vierundzwanzig zu eins.
Zeitzonen
Es gibt insgesamt 24 Zeitzonen, die je 15 Längengrade umfassen und beim Nullmeridian beginnen. Beim Übergang von einer zur folgenden Zeitzone verschiebt sich die Zeit um eine Stunde. Je nach Himmelsrichtung verschiebt sich die Zeit entweder eine Stunde nach hinten ( Westen) oder nach vorne (Osten).
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