Ganggenauigkeit Junkers Quarzuhr

Probleme, Fragen oder Anregungen rund um das Thema Uhren für Herren werden hier diskutiert||Hier werden Probleme, Fragen oder Anregungen rund um das Thema Uhren für Herren diskutiert.
Antworten
lynguist
Beiträge: 3
Registriert: 08.02.2012, 13:35

Ganggenauigkeit Junkers Quarzuhr

Beitrag von lynguist » 08.02.2012, 22:42

Hallo liebe Uhrenkenner,

ich wende mich heute hilfesuchend an eure Gemeinde da ich mir kürzlich eine Uhr gekauft habe, die meiner Meinung nach nicht ihren beschriebenen Eigenschaften gerecht wird. Von den Verkäufern und selbst vom uhren-schnell-reparier-service gabs keine brauchbare Auskunft, darum hoffe ich nun hier fündig zu werden.

Objekt ist die Junkers Uhr 6686-2
http://www.uhrzeit.org/uhren/Junkers/Qu ... 6686-2.php

Im Beipackzettel über das Quarzwerk wird die Ganggenauigleit mit +20/-10 Sekunden pro Monat Abweichung angegeben. Bei meinem ersten Exemplar dieser Uhr waren es -10 Sek. in 48h. Zurückgegeben (erste war bei Karstadt gekauft ,an der Batterie lag es nicht!). Zweite hier bei uhrzeit.org bestellt:
Abweichung von 2-3 Sek nach 24h.

Bin ich jetz zu ansprcuhsvoll und verrenne mich da in etwas (man muss ja auch mal die Kirche im Dorf lassen bei Uhren-Preisen und Präzision), oder ist das ein Grund auch diese Uhr wieder zurück zu schicken (Denn in der Beschreibung steht ja eine genaue Angabe, die beide Uhren nicht erfüllt haben oder es zumindest unwahrscheinlich ist, dass sie eingehalten wird)??

Was mich auch stutzig macht: Überall im Internet (auch auf uhrzeit.org) wird angegeben, dass diese uhr bis 5atm wasserdicht ist. auf der Unterseite der Uhr steht aber 10atm eingraviert.

Jetzt bin ich etwas ratlos und enttäuscht, dabei würde ich mich soi gerne über diese schöne Uhr freuen.

Würdet ihr mir mit eurem Wissen/Erfahrung aushelfen?

Mit besten Grüßen,
Lynguist

Benutzeravatar
jgobond
Beiträge: 578
Registriert: 08.02.2012, 20:51

Re: Ganggenauigkeit Junkers Quarzuhr

Beitrag von jgobond » 09.02.2012, 13:08

Hallo,
ich habe zunächst auch mit einer Junkers-Uhr geliebäugelt, weil mir das Design, gerade mit dem Wellblech, sehr gut gefallen hat. Allerdings lag mein Augenmerk etwas mehr auf den mechanischen Varianten. Insgesamt strahlen die Uhren ja einen sehr schönen Pioneer-Geist aus und bauen eine Brücke zwischen Geschichte und Moderne.
Allerdings sind mir dann (wie Dir) ein paar Ungereimtheiten aufgefallen.
Auf der Junkers-Shop-Seite werden doch einige Uhren angeboten, die derzeit gar nicht lieferbar sind. Zuerst dachte ich an Fukushima oder ein super boomendes Weihnachtsgeschäft, ein Uhrenhändler hier in Frankfurt/Main winkte aber ab und murmelte was von Lieferschwierigkeiten mit den Ziffernblättern. Ein anderer Händler meinte, er verkaufe Junkers nur noch auf Bestellung, weil der Verkauf recht mager sei. Wenn seine Auslage an Junkers-Uhren leer wird, bleibt sie eben leer.

Manchmal gibt es auch leichte Unterschiede zwischen ein und demselben Modell auf der Junkers-Seite und dem auf anderen Seiten im Web, z.B anders angeordnete Totalisatoren, was auf ein anderes Uhrwerk schließen läßt. Ein Anruf im Shop brachte wenig Licht ins dunkel, weil die Person die ich dort an der Strippe hatte, sich mit solchen "Detailfragen" auch nicht auskannte :clap: , mich aber auf eine ganz andere Spur: Gibt es nämlich überhaupt eine Firma namens Junkers, die die Bezeichnung Uhrenhersteller verdient? Es gibt noch eine, wesentlich bekanntere Firma dieses Namens, die auf den Gründer Hugo Junkers zurückgeht, nämlich die Fa. Junkers Wärme-Technik. Die bauen aber Heizungen. Die Junkers Motorenwerke auf die sich die Junkers-Uhren mit ihrem Erscheinungsbild berufen, wurden meines Wissens in den 70ern von Daimler-Benz aufgekauft und in Vergessenheit geraten lassen. Hinter dem Namen Junkers Uhren verbirgt sich ein Sales-Shop in Sheyern/Bayern mit eingetragenem Geschäftssitz in München und einem Herrn Bernd Junkers als Geschäftsführer der die Namensrechte für sich beansprucht (Quelle: Impressum junkers-shop.de). Ob das ein Nachfahre des Berühmten Hugo Junkers ist? Die Uhren selbst werden bei der Fa. Pointtec in Ismaning (auch Bayern) mit eingetragenem Firmensitz auch in München aber anderem Geschäftsführer hergestellt (telefonische Auskunft junkers-shop/service). Wer jetzt von wem und ob oder nicht die Tochter oder juristisch wie verwoben ist, weiss ich nicht und geht auch aus den Impressen der Websites nicht hervor.

Die mechanischen Uhrwerke kommen aus Japan, Rußland oder Schweiz, je nach Preisklasse. Dass die Uhrwerke von Zulieferern eingekauft werden und von den jeweiligen Uhrenmanufakturen dann ggf. noch modifiziert und in eigene oder auch andernorts erstandene Gehäuse eingebaut werden, ist auch bei großen Traditionsmarken durchaus üblich. Ob Pointtec aber überhaupt irgendein Bauteil selbst anfertigt oder sämtliche Teile fremd einkauft und dann "nur" noch selber zusammenbaut, entzieht sich meiner Kenntnis und ist auch nicht unbedingt eine Aussage über die Qualität. Bekannt ist aber, daß sie teilweise für Quarzuhren diesselben Gehäuse wie für Automatik-Uhren verwenden, was die Quarzer unnötig dick aber günstiger macht.
Ein Anruf dort erklärte zwar die Unterschiede zwischen den angebotenen Uhrenmodellen, da vor kurzem eine Umstellung erfolgt sei. Ich behielt aber das Gefühl, nicht so genau wissen zu können, was da dann per Post käme. Inzwischen steht auf der Junkers-Shop-Seite, daß es unter der angegeben Telefonnumer nur noch eine Bandansage gibt. :crazy:

Es stellt sich nun die Frage, ob da wo Junkers drauf steht auch wirklich Junkers drin ist? Wieviel Armani ist denn in einer Armani-Uhr? Oder Gucci? oder,oder... Dort ist einem mehr oder weniger klar, daß man ne No-Name-Uhr kauft, die lediglich umgestempelt wurde, was vielen aber egal zu sein scheint. Bei Junkers oder Zeppelin (auch im junkders-shop vertrieben) wird aber der Eindruck erweckt, man kaufe bei einem renommierten Markenhersteller. Das ist keine Fälschung und auch juristisch kein Betrug, geht aber in Richtung der viel zu großen, aber leider zu leeren Chips-Tüten. Im Grunde kann jeder irgendwelche Namensrechte erwerben und dann irgendetwas herstellen. Ich kann auch bei mir im Keller Fahrräder aus gekauften Einzelteilen zusammenbauen, Namensrechte erwerben und schon haben wir z.B. ein Armani-Bike oder Sony-Fahrrad.

Ich weiß, das hilft Dir jetzt nur bedingt oder wenig weiter. Es läßt auch nicht direkt auf die Qualität schließen. Die Valjoux Werke die z.B. in der Iron Annie verwendet werden, sind top und finden sich auch in Luxus-Uhren wieder, was aber nicht heißen muß, daß die Qualität durch das gesamte Angebot hindurch gleich hoch ist... Die Palette reicht schließlich von einer 175-Euro-with-made-in-hongkong-or-thailand-but-labeled-in-switzerland-ronda-quarz-werk-Uhr bis zum 2000-euro-glashütte-zertifikat-chronometer-schätzchen, was aber auch schon wieder ein Fall von "Ich brüste mich mit einem großen Namen" ist, da es ja nicht heißt, daß die Uhr von Glashütte hergestellt oder Teile von dort verwendet, sondern lediglich dort begutachtet und für gut befunden wurde und bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllt. Äh, beide sind derzeit aber nicht auf Lager :roll:
Insgesamt erschien mir das Ganze etwas komisch, so daß ich die Finger von gelassen habe.

Mein persönlicher Tip:
Schau, daß Du das Ding wieder los wirst. Entweder mit ganz viel "Bitte,Bitte" und Umtausch auch mit Aufpreis beim Händler, notfalls in der Bucht und schau Dich bei "echten" Uhrenherstellern wie Junghans, Citizen, Casio oder anderen um. Dort findest Du auch was in Deiner Preisklasse.

Liebe Grüße
jgobond

lynguist
Beiträge: 3
Registriert: 08.02.2012, 13:35

Re: Ganggenauigkeit Junkers Quarzuhr

Beitrag von lynguist » 09.02.2012, 19:43

Hallo jgobond,

meinen herzlichsten Dank für deine Zeit und Mühe!
Ich denke ich stehe nun vor der selben Entscheidung wie du als du nein zu dieser vom Design her eben ganz schön schönen Uhr sagen musstest. Einfach aus Prinzip. Die Nachforschungen, die du angestellt hast, lassen wirklich die Alarmglocken losgehen und man fühlt sich wirklich wie nach dem öffnen der ach so großen Chipstüte.
Na gut, Rüchgabe sollte kein Problem sein, erst am 07.02.12 erhalten, nicht getragen kein Ettikett weggemacht o.ä. und volles Rückgaberecht. Habe jetzt mal folgendes Modell ins Auge gefasst, preislich leider absolutes Maximum. Zumindest gerade ;)

http://www.uhrzeit.org/uhren/Certina/Ds ... .42.69.php

Fast ein wenig zu sportlich aber GENAU etwas wie die junkers mit dem Wellblech Design zu finden wird wohl sowieso unmöglich sein.
Für was hattest du dich denn zu seiner Zeit dann entschieden?

Und nochmals vielen Dank!
Mit besten Grüßen,
lynguist

Benutzeravatar
jgobond
Beiträge: 578
Registriert: 08.02.2012, 20:51

Re: Ganggenauigkeit Junkers Quarzuhr

Beitrag von jgobond » 10.02.2012, 01:04

Hallo Lynguist,

mit Certina hast Du es jedenfalls mal mit einer durch und durch "echten" Uhren-Firma zu tun. Certina gehört heute zur Swatch-Group, was per se kein schlechtes Zeichen ist. Die Kaufleute von Swatch haben in den 90ern den richtigen Riecher gehabt und nach dem großen Uhrensterben in den 80ern unter den Herstellern mechanischer Uhren viele in Konkurs geratene oder von diesem bedrohte Traditionsfirmen aufgekauft. Sie bedienen damit als Großkonzern die unterschiedlichsten Zielgruppen in den unterschiedlichsten Preis- und Qualitätsstufen und trennen diese dadurch sauber voneinander ab. Certina verwendet ETA-Werke die auch zu Swatch gehören und ihrerseits z.B. Valjoux aufgekauft haben. Es ist schon recht interessant und manchmal leider auch etwas ernüchternd, wer da wie mit wem verzweigt ist. Die Zugehörigkeit zu einem großen Konzern kann Vor- und Nachteile haben. Zum einen muß ein ehemaliger Traditionsbetrieb nach der Pfeife seines Mutterkonzerns tanzen, andererseits verhindert dieser aber auch, daß sich die einzelnen Tochterunternehmen in fremde Reviere verirren. (siehe Autoindustrie, wo heute jeder meint, vom Kleinwagen bis zur Protz-Limo alles anbieten zu müssen). Allerdings sind diese auch nicht davor gefeit beispielsweise den Uhrenzweig des Unterhosenherstellers Calvin Klein unter ihre Fittiche zu nehmen. Hier heißt es wohl: "Erlaubt ist, was Geld bringt". Es ist wohl wie mit den Lebensmitteln: Darf man denn überhaupt noch irgendwas essen?

Mit Certina habe ich keine Erfahrung und kann nur wie Du auch in der Beschreibung lesen. Saphirglas ist schon mal was gutes weil wesentlich härter als Mineral- oder gar Kunststoffglas und damit kratzfester (kommt ganz auf Deine Gewohnheiten bzw. die "Einsatzbereiche" der Uhr an, ich will nie mehr was anderes). Ne verschraubte Krone ist auch gut, weil sie die Wasserdichtigkeit erhöht und die Krone vorm Abbrechen schützt. (verschraubte Drücker wären noch besser, aber auch teurer und sind auch unter Edeluhren nicht durchgängig verbreitet) 10bar entspricht 100m: das ist ausreichend zum duschen, baden und schwimmen (http://www.uhren-schmuck-suche.de/funkt ... -uhren.htm). Faltschließe: wer´s haben will - is ok, aber kein muß. kommt auf die Verarbeitung an. Eine solide, einfache und damit kostengünstige Dornschließe ist besser als eine labbernde Faltschließe, aber da hab ich mit Certina wie gesagt keine Erfahrung. ETA-Werk: grundsätzlich nicht schlecht, aber welches Kaliber genau ist verarbeitet? Finde die Angaben etwas dürftig und auf der HP des Herstellers wird man auch nicht schlauer. Der Preis von knapp 300,- € und die Verwendung von an sich schon teurem Saphirglas läßt darauf schließen, daß das Uhrwerk kein High-End-Produkt sein wird. Da mußt Du jemanden mit Certina-Erfahrung fragen und Dir selbst die Frage beantworten, ob es denn auch High-End sein muß und ob man bei Quarz-Technik überhaupt von High-End reden kann (oder ist es mehr so ein digitales "geht oder geht nicht"-Ding, vgl nächsten Absatz zum Thema Funkuhr).

Bei Uhren ist das aber eh so ein Hin-und-Her Thema, bei dem jeder für sich selbst entscheiden muß, welchen Ansprüchen die Uhr genügen soll und wieviel Geld einem das dann Wert ist, bzw. wieviel man ausgeben kann. Bei Deiner ersten Wahl hat Dich ja scheinbar auch weniger die Ganggenauigkeit oder besser gesagt -ungenauigkeit gestört, als die nicht erreichten Zielsetzungen des Herstellers. Viele Kunden prüfen die Ganggenauigkeit ihrer Uhren überhaupt nicht nach, weil es für sie unwichtig ist (wer grundsätzlich 15 min zu spät kommt schert sich nicht drum, ob die uhr 5 min vor oder nach geht). Wenn Du auf Ökonomie,Ganggenauigkeit und Effizienz Wert legst, ist eine Funk-Uhr das Beste für Dich. Für den durchschnittlichen Preis beispielsweise einer einfachen Breitling (ohne Gold, Diamanten und sonstigen Firlefanz) kannst Du Dir 30/40 Jahre lang jeden Monat eine Billigfunkuhr für unter 20 Euro kaufen. Wenn die Batterie leer ist kaufst Du Dir einfach gleich eine neue Uhr, aber die Batterie die wird wohl sicher länger halten als einen Monat und das Werk ist mit Abstand genauer weil funkgesteuert, als eine mechanische Uhr. Der Funkuhr ist es (theoretisch) auch völlig wurscht wie genau oder ungenau das Quarzwerk ist, weil ja ständig per Funk nachgeregelt wird. Da kann man jetzt bei Conrad (weil billig) oder bei Junghans (weil Erfinder der Funkuhr) kaufen. Oder auch ganz woanders.
Mechanische Uhren sind aber Meisterwerke feinmechanischer Handwerkskunst und es muß ja auch nicht unbedingt ne Luxus- oder Protz-Zwiebel sein. Solar-Uhren haben auch ihren Reiz. Ebenso ne TAG HEUER Caliber 6 mit 1/100s Chronograph, für den der´s meint haben zu müssen, oder eher zu wollen, obwohl´s "nur" ne Quarzuhr ist. Andere Hersteller bauen auch schöne Uhren. Wenn Du sagst "Nee, muß einfach nur cool sein", wird die Qual der Wahl auch nicht gerade leichter....
Vielleicht überlegst Du Dir mal, was Dir an Deiner neuen Uhr so alles wichtig ist, was eher unwichtig und startest hier und auch in andern Foren eine allgemeine Kaufberatung.

Meine Wahl fiel für mich persönlich etwas aus dem Rahmen, Kenner wird´s aber kaum wundern: Wie gesagt, wollte ich eine mechanische Uhr, am besten mit Automatikaufzug. Durch die Empfehlung eines Arbeitskollegen (leider ein Kenner :P, der mich aber auf die richtigen Fährten geschubst hat) bin ich dann auf die Firma Sinn hier in Frankfurt gekommen und es war Liebe auf den ersten Blick. Das Unternehmen gehört zwar auch nicht mehr seinem Gründer sondern einer Einzelperson als Nachfolger, was aber ja nix Schlimmes ist und Preis/Leistung und Firmenethos haben mich überzeugt. Die Firma ist in der Breite eher unbekannt, weil sie wenig Geld für Image-Kampagnen ausgibt und eher auf Mundpropaganda setzt, was häufig ein Zeichen guter Qualität ist. Ich habe mich für eine 103 St Sa entschieden http://www.sinn.de/de/sinn.php4?Modell=3 die sich noch im günstigeren Bereich aufhält. Es hat mich zwar das 5fache des ursprünglich anvisierten Preises gekostet, weil ich mich einfach in eine andere Spielklasse begeben habe, aber es hat im Augenblick einfach gepasst. Die Uhr hat alles, was ich von einer Uhr verlange (vgl. http://www.uhrzeit.org/forum/viewtopic.php?f=24&t=1981). Keine Ahnung, ob ich noch mal soviel Geld für eine Uhr ausgeben würde, denn vorher dachte ich, Uhren über 500,-€ sind was für Snobs. Aber im Moment bin ich sehr zufrieden. Ich hatte als Frankfurter durch die räumliche Nähe auch die Möglichkeit direkt im Werksverkauf einkaufen zu können, was zwar keinen Preisvorteil bringt, aber Gelegenheit bietet sich einen Eindruck der Firma und ihres Service zu verschaffen, mit dem ich bisher sehr zufrieden bin.
Es gibt aber sicher auch noch günstigere Automatik-Uhren.

Es würde mich freuen, hier noch andere Meinungen zum Thema Junkers Uhren zu hören, da meine Meinung ja auch einseitig sein kann oder andernorts über Certina.
Und Dir wünsch ich ich noch viel Spaß beim Stöbern, denn die größte Freude ist bekanntlich die Vorfreude :)
LG
jgobond

PS: Ich hätte mich wie Du auch sehr darüber gefreut, wenn Junkers eine andere Philosophie oder Strategie und auch einen höheren Qualitätslevel gehabt hätte, weil mir das Design grundsätzlich sehr gefällt und wie Du auch schon schreibst, wirklich einmalig sein dürfte. Die Uhren, die ich probeweise am Arm hatte, entsprachen vom Anfassgefühl schon deutlich ihrem Preissegment und die edleren Teile habe ich seltsamerweise bei keinem Händler gesehen.

lynguist
Beiträge: 3
Registriert: 08.02.2012, 13:35

Re: Ganggenauigkeit Junkers Quarzuhr

Beitrag von lynguist » 02.03.2012, 14:13

Hallo jgobond,

nach fast dreiwöchiger Testphase ;) kann ich nun ein bisschen über die Certina DS Podium (Quarz) berichten:

Verpackung: 1A, da hatte ich bereits ein gutes Gefühl beim auspacken. Stabiler Umverpackungskarton, Uhr gut darin gelagert, seperates Fach für Garantie und Bedienungsanleitung.
Zur Uhr selbst: Nach dem, was ich beurteilen kann sieht sie gut und sauber verarbeitet aus. Macht einen stabilen Eindruck. Über die Faltschließe kann man streiten, meine Sache wirds auch nicht werden, das Handgelenk-zu-Handbreite-Verhältnis passt bei mir zum Beispiel nicht. Werde mir eine Certina Dornschließe Nachbestellen. Armband sieht sehr gut aus und ist ebenfalls recht wertig. Kleines Manko: Der Tachymeter um die Uhr scheint mit seiner Chrombeschichtung nicht ganz so kratzfest zu sein, habe bereits eine klitzekleine Macke auf der 12-Uhr Position (Die man aber nur beim genauen Hinsehen bemerkt).
Zur Ganggenauigkeit und damit zu meinem Hauptanliegen: Volltereffer! Sie läuft seit dem ersten Stellen immer noch Sekundengenau ohne jegliche Abweichung. Das Zeitabnehmen läuft ebenfalls tadellos obwohl ich in anderen Foren gelesen habe, dass dies evtl. mit der Zeit Schwierigkeiten geben kann. Ich kanns bisher nicht bestätigen.

Ich denke das wär so ein Überblick, ich bin jedenfalls glücklich, die "andere" losgeworden zu sein und freue mich nun täglich über die Certina!

P.S.:
Für kaufinteressierte wäre vielleicht noch zu sagen, dass auf den Produktfotos im Internet nicht rüberkommt, dass die Zeiger und Indizes, wie auch der Tachymeterring wirklich reflektieren, also nicht matt sind. je nach Winkel könnte es dem ein oder anderen durchaus zu viel "Schmuckstück" sein.

P.P.S.:
Ich möchte dir nochmal Danke für deine Unterstützung sagen, jetzt habe ich genau die Uhr, die ich wollte! :thumbup:

Beste Grüße,
lynguist

Antworten