Seite 1 von 1

alte Ami-Marke?

Verfasst: 09.02.2007, 18:16
von mmeissner
Angeblich ist Ingersoll eine alte Ami-Marke. Weiß da einer was dr?ber?

Re: alte Ami-Marke?

Verfasst: 13.02.2007, 17:24
von FSB
fsb

Verfasst: 21.02.2007, 13:00
von hogane
Yep, kommt urspr?nglich aus den USA:

http://ingersoll.im-shop.at/shop_content.php/coID/9/content/Geschichte

Kann man eigentlich auch schon an den Namen der Uhren erkennen: Buffalo, Colorado, Utah, etc. :idea:

Gruß, H

Verfasst: 24.02.2007, 16:14
von bricktop
Ingersoll kommt urspr?nglich aus den USA. Davon ist hierzulande allerdings nurnoch der Name ?briggeblieben. Die Namensrechte f?r Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien liegen bei der Firma Cristano.

Was heute als Ingersoll Uhren verkauft wird stammt ausnahmslos aus China und die Qualität ist nach meiner Erfahrung durchaus dem Preis angemessen - die Uhren sind nicht umsonst sehr g?nstig im Vergleich zu höherpreisigen Mechanikuhren.
Nebenbei finde ich es eher armselig daß damit hausieren gegangen wird wer alles eine Ingersoll getragen hat (Ghandi, James Dean,...) - denn die jetzigen Chinaticker haben mit der Geschichte des Unternehmens eigentlich garnix zu tun.....

Verfasst: 19.04.2008, 16:32
von Maja
Ingesoll Geschichte
Robert und Charles Ingersoll die Gründer der wohl ältesten amerikanischen Uhren-Manufaktur haben während ihrer unermüdlichen Schaffensphase und Kreativität sicherlich viele Meilensteine in und um die Entwicklung von Taschen- und Armbanduhren gesetzt.

Nach erneuten versuchen, Uhren einem breiten Publikum anzubieten und dennoch Qualität und einen ansprechenden Preis zu realisieren, gelang es Ihnen dann 1892 mit Hilfe von Henry Ford eine automatisierte Produktion für Taschenuhren und später auch für Armbanduhren zu entwickeln. Es konnte jetzt neben der bereits existierenden traditionellen handwerklichen Uhrenmanufaktur-Ingersoll eine automatische Produktion von Uhren anlaufen.


Über uns
Cristano - hochwertige Automatikuhren zu günstigen Konditionen. Cristano, gegründet von Ursula Kwiatkowski am 1. April 2003 in Bühl, hat sich zum Ziel gesetzt, Automatikuhren des Labels "Ingersoll Since 1892" zu erschwinglichen Preisen dem Endverbraucher anzubieten.

Sehr schnell und außerordentlich erfolgreich konnte Cristano die "Ingersoll Since 1892 Collection" einer breiten Kundenklientel präsentieren. Händler in Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien sind von den großenartigen Abverkaufszahlen überrascht.

Die optische Linienführung und das hervorragende Preis-Leistungsverhältnis sind dafür ausschlaggebend.

Ingesoll lebt - innovativ, kreativ und leistungsstark durch Cristano.


Bei einem hohen Qualitätsstandard "eine Uhr wie die andere" und bei einem für die damalige Zeit relativ erschwinglichen Preis von später einem Dollar (entsprach einem Tageslohn) wurde die s.g. "Dollar-Watch" geboren.

Die Dollar-Watch war sehr beliebt, sodass einige Millionen Uhren hier von produziert wurden. Selbst Theodor Roosevelt erwähnte, dass während er in Afrika jagte, er als "Der Mann von dem Land wo die Ingersolls gemacht werden" beschrieben wurde.

Der Erfolg der Dollar-Watch auch fortan "YANKEE" genannt war verblüffend. Die Ingersoll Brüder mussten der großen Nachfrage stets Rechnung tragen in dem Sie die Produktion erhöhten und die Fabrikation vergrößerten. So wurde eines der kleinsten Taschenuhren produziert, die s.g. POCKET-WATCH. Im Jahre 1919 entwickelten die Ingersoll Brüder die erste Uhr im s.g. Nachtdesign, die s.g. "RADIOLITE" mit Leuchtziffern. Zwischenzeitlich produzierte Charles Ingersoll auf Wunsch der Armee eine extra robuste mechanische Armbanduhr mit Kürzbahren Metall-Gliederband. Es wurde die Military-Watch in die Taufe gehoben. Später wurde dies Uhr in einer kleinen Serie für Uhrenliebhaber aufgelegt.

Wie 1912 der Luxusliner "TITANIC" auf der Jungfernfahrt durch einen tragischen Unfall sank und viele Menschen ihr Leben lassen mussten, ertrank auch der Passagier Oscar Scott Woody, dessen Taschenuhr "Ingersoll-Midgett" mit Gravur, während jüngster Tauchgänge mit anderen Utensilien der TITANIC gehoben wurden.

Neben berühmten Persönlichkeiten Thomes Drake dem Weltumsegler, Thomas A. Edison, T. Roosevelt, James Dean trugen und liebten andere skurrile Artgenossen ihre Ingersoll-Uhr. So ist beispielsweise in historischen Büchern über MAHATMA GANDHI und seine Ingersoll-Uhr zu lesen. Der Pilot Alan Cobham verwendete 1982 eine Ingersoll-Uhr bei seinem Flug um den schwarzen Kontinent Afrika, um die präzise Zeit zu registrieren. "Da ich mich auf keine der Uhren an Board verlassen konnte, verwendete ich für die Registrierung der Zeit nur die Ingersoll. Sie agierte immer als mein vertrauenswürdiger Zeitmesser, sieben Monate lang. Unter den verschiedenen klimatischen Bedingungen und auf einer Strecke von 23.000 Meilen."

Gäbe es da nicht noch so viele Begebenheiten über die Gebrüder-Ingersoll und deren Ingersoll-Watch Company zu berichten...

Tradition verpflichtet, wir möchten in diesem Fall der Uhrenmarke Ingersoll, und deren Brüder Charles und Robert Ingersoll Rechnung tragen, indem wir eine qualitativ, hochwertig, mechanische Armbanduhr zu einem Attraktiven Preis anbieten.

... eine Legende die lebt!

Ingersoll Geronimo

Verfasst: 03.07.2009, 17:06
von Rattrapante
Hallo zusammen,

es ist mir ja ein wenig peinlich, aber über meine Ingersoll Geronimo kann ich nicht klagen. Als Dauerträger (Tag und Nacht) konnte ich feststellen: Pro Tag 13 Sekunden Vorgang (aber das exakt jeden Tag) und das trotz der nur ca. 21000 Halbschwingungen. Ein Besuch beim Verkäufer (Elztal bei Berlin) und einer Nachregulierung ergibt jetzt stabil eine Sekunde Vorgang pro Tag. Da kann man nicht meckern!?

Mir gefällt die Uhr einfach:
Schwer (220 Gramm), groß, gut ablesbar.

Und der "Chronograph-Style" gefällt mir besonders: Die Drücker werden für völlig andere Aufgaben genutzt, das ist mal was. "Echte" Chronographen hat man ja genug.

Ganz witzig finde ich auch die sozusagen eingebaute "Selbstzerstörung": Die Jahreszahlen gehen von 07-18 (2007-2018). Na, wer weiss, was da dann ist......

Natürlich halte ich die Uhr von jeglichem Wasser fern. Die Angabe 3 ATM Water Resistant muss man unter Berücksichtigung des bei der Lieferung
beiliegendem Warnzettels umdeuten in "nicht näher als ein Meter an Wasser :lol: .

Das Design und der recht günstige Preis sagten mir sofort zu.
Zusammenfassung: Ich bin wohl ein Fan dieser Uhr geworden. Und die Sache mit James Dean, naja ....... Und die Sache mit "since 1892", na ja....

Der Uhrmacher meinte, das Werk ist japanisch, Fertigung in China. Gibt es dafür genauere Hinweise?

Verfasst: 03.07.2009, 19:29
von Maja

Verfasst: 04.07.2009, 06:47
von Rattrapante
Hallo Maja,

vielen Dank für die interessanten Links. Da bin ich ja mit meiner eher positiven Einstellung zur Ingersoll-Marke in guter Gesellschaft. Ich bin auch der Ansicht "Billig ist nicht billig" muß nicht immer stimmen.

Ein wenig erinnert mich die Diskussion ".... ist nur eine China-Uhr" an die Zeit der Jahre des Zusammenbruchs der deutschen Rundfunkgeräte-Industrie und der deutschen Photoapparate-Industrie.

Daß irgendwelche Firmen althergebrachte Marken aufkaufen und vermarkten, ist doch inzwischen (leider?) völlig normal: Saba, Grundig, Schaub Lorenz, Rollei, usw, usw.

Vielleicht ändert sich ja über die Jahre das Image von Ingersoll und wird auch eine emotional positiv besetzte Marke, schauen wir mal...

Werbe-Bla-Bla (wie: .. auch James Dean hatte eine ......) sondern doch auch andere Werbe-Prospekte ab.

Wie dem auch sei, obwohl ich doch die eine oder andere "gute" Marke besitze, hat meine Ingersoll bei mir eine Chance bekommen. Ich finde auch, der günstige Preis ermöglicht es auch Mechano-Uhren-Fans mit eher schmalem Geldbeutel feinmechanisches Uhrenhochgefühl zu geniessen.

Auch hier muss ich an die Sinn-Marke-Diskussionen im Uhren-Magazin der späten achtziger Jahre denken: " ... für das Geld kann es doch keine gute Uhr geben". Doch, konnte es :lol:

Re: alte Ami-Marke?

Verfasst: 10.09.2009, 18:36
von Maja
Hallo!

Immer mal wieder kommt hier die Frage nach Informationen über die alte, amerikanische Firma Ingersoll.

Dazu (und insbesondere über die dort gefertigten "Dollar-Uhren") habe ich folgende Seite gefunden:

http://www.antique-pocket-watch.com/ing ... watch.html

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Ingersoll damals einfache, günstige Massenware produziert hat, ähnlich wie z.B. Kienzle in Deutschland und letztlich in der Firma Timex (die eigentlich immer noch das gleiche macht) aufgegangen ist.


Quelle: http://uhr-forum.de/infos-zur-alten-fir ... usa-t33097

GRUSS MAJA

PS:
http://uhr-forum.de/ingersoll-vor-langer-zeit-t19895

http://watch-wiki.de/index.php?title=Ingersoll

Re: alte Ami-Marke?

Verfasst: 08.06.2011, 15:46
von MichaelMore
Hallo, ich wollte nur sagen, dass ich in diesem Forum beigetreten, nachdem ich sah deine Antwort. Ich bin ein Schriftsteller, ich bin beschäftigt jetzt schriftlich über Ingersoll. Und dank dir mein Job sehr viel einfacher geworden.

Re: alte Ami-Marke?

Verfasst: 21.06.2011, 07:22
von schaffste
@ Maja,
an dieser Stelle einfach mal ein ganz hertzliches Dankeschön für den Link - der fasst ja wirklich nochmal alles ganz prima zusammen.
Jetzt dürfte es sozusagen keinerlei Fragen mehr zum Thema geben. ;)
Wir werden sehen...

Re: alte Ami-Marke?

Verfasst: 15.05.2015, 10:16
von Uhrenkelin
Stimmt es eigentlich, dass das ursprüngliche Ingersoll-Werk 1892 gegründet wurde? Im Uhrenlexikon von Horlbecks steht etwas von 1881. Was stimmt?