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Wissenswertes über die verschiedenen Typen von Uhrenglas

Karo
von Karo

Vor zwei Tagen ist mir meine geliebte Armbanduhr aus der Hand gefallen und direkt mit der Seite des Zifferblattes auf den Fliesen gelandet. Mein erster Gedanke war: Oh nein, das war’s! Nie im Leben hätte ich gedacht, dass das Uhrglas diesen Aufprall übersteht. Wundersamer Weise hat die Uhr nicht mal einen Kratzer abbekommen. Daraufhin habe ich mal ein wenig nachgeforscht, um was für eine Art von Glas es sich eigentlich handelt. Nachfolgend daher eine kleine Kunde zum Thema Uhrglas:

Als absolute Billigvariante in Sachen Uhrglas stellte sich das Kunststoffglas (Plexiglas) heraus. Dieses ist im Gegensatz zu dem ursprünglich verwendeten Fensterglas zwar sehr bruchsicher, dennoch äußerst empfindlich für Kratzer. Qualitativ hochwertiger ist das gehärtete Mineralglas, welches scheinbar auch die Oberseite meiner Uhr ziert. Ausgezeichnet mit einer durchaus hohen Bruchsicherheit kann sich zwar der eine oder andere Kratzer auf die Oberseite verirren, dennoch ist diese Glasart weitaus vorteilhafter als ein Kunststoffglas. Das gehärtete Mineralglas findet man oft bei Uhren der mittleren Preisklasse. Der Vorteil bei der  hochwertigeren Variante: Liegt einem die Uhr besonders am Herzen und das Zifferblatt weist unschöne Kratzer auf, besteht bei diesem Glas meistens auch die Möglichkeit, dieses über den Fachhandel austauschen zu lassen (…zum Beispiel über uhrzeit.org).

Doch natürlich sind wir mit dem gehärteten Mineralglas noch nicht am Ende der Fahnenstange. Als König der Uhrgläser gilt das Saphirglas. Kein anderes Glas kann mit dieser beeindruckenden Härte mithalten, denn nur ein Diamant wird diesem Glas gefährlich. Aufgrund der besonderen Beschaffenheit ist Saphirglas sehr teuer und wird hauptsächlich im Bereich der Luxusuhren verarbeitet. Einen Nachteil konnte ich allerdings auch bei dem Saphirglas entdecken: Durch die hohe Lichtbrechung können teilweise störende Reflexionen auf dem Glas entstehen. Viele Hersteller entspiegeln dieses daher einseitig oder gar zweiseitig.

Letzten Endes wird man eine Uhr wohl weniger aufgrund des Uhrglases sondern eher nach Äußerlichkeiten, Features und Preisklasse auswählen. Dennoch sollte man sich gerade bei den Billiguhren, die heute an jeder Ecke verkauft werden, bewusst sein, dass die Freude an diesen sehr begrenzt ist. Mit einem zerkratzten Kunststoffglas sieht jede Uhr nach kürzester Tragzeit schnell äußerst unattraktiv aus.