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Wie funktioniert die Funkuhr?

Karo
von Karo

Funkuhren gelten heutzutage für viele Uhrenliebhaber als begehrte Zeitmesser. Seit 30 Jahren gewinnt die Funkuhr stetig an Popularität, da die Modelle viele Vorteile bieten.
Die Präzision muss in diesem Zusammenhang natürlich an erster Stelle genannt werden. Diese sticht hervor, da Funkuhren die Eigenschaft aufweisen, ihre Zeitangabe mit der Atomuhr abzugleichen. Diesen Vorgang reguliert die interne Quarzuhr, die stetig im Betrieb bleibt. Sie nehmen also die genauste Uhrzeit an und es gibt kaum Abweichungen. Das lästige Aufziehen entfällt im Übrigen auch völlig.
Um diesen Vorteil gewähren zu können, benötigt es eine Atomuhr, einen passenden Sender und eben den Empfänger des Signals. Wenn dich die Atomuhr als solche interessiert, kannst du dir gerne unseren passenden Blogtext dazu durchlesen.

Wie bereits erwähnt, benötigt eine Funkuhr einen angemessenen Langwellensender. Dieser strahlt elektronisch codierte Signale aus. In Deutschland kann von einer kontinuierlichen Ausstrahlung gesprochen werden. Hierbei gibt es zwischen den Ländern große Unterschiede. Ein Beispiel für diese Abweichungen bietet Russland. Dort werden die Signale tatsächlich nur einmal alle 24 Stunden ausgesendet. Doch wie gelangt das Zeitsignal zu der bestimmten Funkuhr? Hierfür ist ein Funkturm verantwortlich. Einer dieser Türme steht in Mainflingen bei Frankfurt. Andere Türme stehen unter anderem in Großbritannien, der USA, Japan und in China. Der angesprochene deutsche Turm hat einen Senderadius von bis zu 1.500 km.
So, nun wissen wir also schon einmal, wie das Signal versendet wird. Doch wie wird es nun richtig empfangen? Hierfür wird ein Empfänger benötigt. Dieser ruft das Signal dann entsprechend jeweils einmal pro Stunde oder einmal täglich ab. Mit dem abgerufenen Signal kann die richtige Uhrzeit synchronisiert werden. Die Häufigkeit des Abrufens hängt ganz von der Batterie der Uhr ab. Jedes Abrufen des Signals kostet dem Zeitmesser schließlich auch Batterieleistung. So lässt sich diese Abhängigkeit erläutern.
Dies wären im Großen und Ganzen alle wichtigen Infos zur Ermittlung der genauen aktuellen Zeit.

Für alle Interessierte, die nach weiteren Informationen zu der Geschichte der Funkuhr suchen, habe ich die wichtigsten Angaben zusammengetragen:
Der Erfinder der Funkuhr war der deutsche Ingenieur und Professor für Elektrotechnik Wolfgang Hilberg. Im Jahr 1967 erfand er die digitale kodierte Zeitübertragung, auf der die Funktionen der heutigen Funkuhren angewiesen sind. Er war klug genug ein Patent anzulegen und sich so diese innovative Entwicklung abzusichern. Infolge konzipierte er dann den Prototyp der Funkuhr. Schnell begann er damit seine Erfindung den verschiedenen Uhrenherstellern vorzustellen. Doch die letztliche Massenproduktion begann erst als sein Patent Mitte der 80er abgelaufen war.
Junghans konnte im Jahr 1985 die erste Tischuhr für den privaten Gebrauch vorstellen. Diese wurde als eine Innovation gefeiert, schließlich war die bloße Idee nun zur Realität geworden.
Nur 5 Jahre später war es erneut der Hersteller Junghans der den nächsten Schritt ging und die fortschrittliche Technik in eine Armbanduhr verbaute. Die Uhr trägt den Namen „Junghans Mega 1“ und war somit die erste Funkarmbanduhr auf dem Markt.
Heutzutage besitzen viele Hersteller diese Variante. Vor allem Casio bietet inzwischen eine ganze Bandbreite von Funkuhren an. Der Traum der funkgenauen Ortszeit ist somit in Erfüllung gegangen.
Also worauf wartest du noch? In unserem Sortiment gibt es schließlich viele ansprechende Funkuhren, die nur darauf warten von dir entdeckt zu werden.