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Welche Verschlüsse kann eine Uhr haben?

Karo
von Karo

Dieser Teil einer Uhr wird wohl am häufigsten von seinem Träger in Gebrauch genommen: der Verschluss. Beim täglichen An- und Ausziehen einer Uhr, kommt man nicht drumherum in Berührung mit dem Verschluss zu kommen. Die bekanntesten Arten für Metall- und Lederarmbänder sind die Dorn- und Faltschließe.

Die Dornschließe ist so etwas wie der Klassiker unter den Verschlüssen der Uhren. Schon vor vielen tausenden Jahren wurden Schnallen verwendet, die aus einem Bügel und einem beweglichen Dorn bestanden, um Stoffe oder Leder zu befestigten. Mit dem Aufkommen der Armbanduhren bot es sich an, das bekannte Verschlussprinzip auf die Armbänder zu übertragen. Die Dornschließe lässt sich nur bei Uhren mit einem Leder-, Textil- oder Kunststoffband verwenden und hinterlässt nach einer gewissen Zeit leider seine Gebrauchsspuren: Das Leder kann vom häufigen An-  und Ausziehen etwas geknickt werden. Außerdem sollte man beim Ablegen einer Uhr mit Dornschließe vorsichtig sein, denn sie ist nach dem Lösen des Dorns nicht mehr am Handgelenk gesichert und könnte schnell herunterfallen. Um dies zu vermeiden wurde durch Entwicklung alternativer Schließen eine Faltschließe gefertigt, die sich sogar auch an Lederarmbändern anwenden lässt.

Mit dem Aufkommen dieser Faltschließen wurden auch Metallarmbänder immer beliebter. Die Schließen bestehen in der Regel aus Edelstahl und sind daher sehr robust. Bei hochpreisigen Uhren wird die Faltschließe sogar aus härteren Materialien  wie Titan oder Karbon gefertigt. Unabhängig davon welches Material die Schließe besitzt, wirkt sie in jedem Fall sportiver als die Dornschließe. Die typische Art öffnet sich mit Hilfe von Scharnieren symmetrisch wie ein Schmetterling. Ganz im Gegenteil zur Dornschließe, ist die Faltschließe mit allen Elementen fest am Armband verbunden. So kann sie beim Öffnen nicht vom Arm fallen. Einige Modelle besitzen heutzutage einen Druckknopf an der Seite, mit dem man die Faltschließe etwas einfacher öffnen und schließen kann. Die Größe eines Armbandes mit einer Faltschließe, lässt sich nicht ganz so individuell anpassen, wie ein Armband mit einer Dornschließe. Hier müssen bei Metallbändern einzelne Glieder herausgenommen oder hinzugefügt werden, um die korrekte Größe einzustellen.

Neben der Faltschließe gibt es noch die Klappschließe, die sich zwar ebenfalls „falten“ lässt, sich aber von selbst verschließt und mit einem Druckknopf sperren lässt.  Für Uhren mit einem Milanaisearmband gibt es den speziellen Hängeverschluss. Man nennt ihn Hängeverschluss, da man ihn in das gegenüberliegende Element einhängt und dann zudrückt.

So unterschiedlich wie unsere Uhren, sind es auch ihre Verschlüsse, bei denen uns die Entscheidung für ein Modell oft nicht einfach fällt. Letztendlich ist es aber wiederum Geschmackssache.