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Uhrengläser: Mineral- oder Saphirglas

Karo
von Karo

Uhrengläser schützen das Zifferblatt und kommen dieser Aufgabe bereits seit Ewigkeiten nach. Zwischen den verschiedenen Varianten gibt es allerdings qualitative Unterschiede. Die Nachfrage nach immer stabileren Uhrengläsern wuchs im Laufe der Jahre. Der Uhrenmarkt kam diesem Wunsch stets nach. Heute kristallisieren sich vor allem 2 prominente Uhrenglastypen heraus, die sich großer Beliebtheit erfreuen, das wäre zum einem Mineralglas und zum anderen Saphirglas.
Hinsichtlich der Popularität dieser Uhrengläser, wäre es interessant einen Qualitätsvergleich zu ziehen.

Gibt es Unterschiede im Bezug auf das verarbeitete Material?

Die Kurzfassung: Ja, sehr große sogar. Die Produktion des Mineralglases ist weitaus günstiger, da es sich hierbei um gehärtetes Kristallglas handelt. In der chemischen Vorgehensweise lässt sich durchaus ein Vergleich mit der Verarbeitung von Quarzen ziehen. Saphirglas hingegen wird synthetisch gefertigt. Es ist widerstandsfähiger, robuster und kommt der Härte des natürlichen Saphirs sehr nahe.
Fazit: Trotz guter Qualitäten des Mineralglases, triumphiert Saphirglas ganz klar in dieser Kategorie.

Wie sieht es mit der Kratzresistenz und dem Schutz vor Brüchen aus?

Die Bruchsicherheit zählt zu den schwierigsten Anforderungen, mit denen Uhrengläser konfrontiert werden. Mineralglas gilt hier als anfälliger als Saphirglas. Dasselbe gilt für Kratzer und andere Außeneinwirkungen. Nur Diamanten und Karbiden (Bsp. Silizium) können dem hochwertigem Saphirglas etwas anhaben. Zudem können Kratzer heraus poliert werden. Bei Mineralglas ist dies meist mit so viel Aufwand verbunden, dass ein Neueinkauf als wirtschaftlicher gilt.
Fazit: Auch hier kann das Saphirglas mit besseren Qualitäten aufwarten und ist der Sieger. Das gehärtete Mineralglas hat jedoch auch eine geringe Bruchgefahr.

Gibt es optische Unterschiede?

Hierzu müssen nicht viele Wörter verloren werden. Denn es gibt keine markanten, optischen Unterschiede zwischen den beiden Uhrengläsern. Einige erfahrene Uhrmacher geben zwar an, beim bloßen Anblick einen Kontrast zu erkennen, dies lässt sich jedoch nicht wirklich nachweisen.

Fazit: Also ein klares Unentschieden. Beide Gläser machen optisch einiges her.
So interessant ein solcher Vergleich auch sein mag, das Resultat zeigt, dass beide Uhrengläser zurecht zu den beliebtesten Materialien der Uhren_. Sicher, dass Saphirglas ist in einigen Kriterien der klare Vorreiter, doch auch das Mineralglas lässt keine Wünsche offen. Es kann nicht vergilben und ist gegenüber Feuchtigkeit gut gewappnet. Saphirgläser werden aufgrund des großen Herstellungsaufwands meist in teureren Zeitmessern integriert. Uhrenmodelle, die dem mittleren Preissegment angehören, sind meist mit Mineralgläsern ausgestattet.