Edelsteine und Astrologie
Edelsteine sind geschliffene Mineralien, die sich aufgrund ihrer Farbgebung, ihrer Unempfindlichkeit und Robustheit anderen Steinen gegenüber unterscheiden.
Edelsteine faszinieren schon seit Urzeiten aufgrund ihrer geheimnisvollen Ausstrahlung. Ihnen werden beschützende und heilenden Kräfte nachgesagt, so erhalten sie die Gesundheit oder wehren Böses vom jeweiligen Träger ab. Bekanntester Vertreter ist der Diamant.
Auch die Astrologie beschäftigt sich mit den Heilkräften der Edelsteine und ordnete die einzelnen Steine und ihre individuellen Kräfte den Tierkreiszeichen, dem Mond, den Planeten und der Sonne zu.
Sonne: Diamant, Chrysoberyll, Rubin, Sonnenstein
Mond: Perle, Smaragd, Jade
Merkur: Gelder Saphir, Edelstopas, Bernstein
Venus: Amethyst, Aquamarin, blauer Zirkon
Mars: Rubin, Granat, Karfunkel
Jupiter: Lapislazuli, blauer Saphir, Amethyst
Saturn: Onyx, Aquamarin, blauer Spinell
Steine der Tierkreiszeichen:
Widder (21.03.-20.04.): Feueropal, Rubin, Tigereisen
Stier (21.04.-20.05.): Rauchquarz, Aventurin, Malachit
Zwilling (21.05.-20.06.): Moosachat, Tigerauge, Aquamarin
Krebs (21.06.-20.07.): Rosenquarz, Mondstein, Bernstein
Löwe (21.07.-22.08.): Bergkristall, Citrin, Tigerauge
Jungfrau (23.08.-22.09.): Heliotrop, Amethyst, Rutilquarz
Waage (23.09.-22.10.): Smaragd, China Jade, Malachit
Skorpion (23.10.-22.11.): Granat, Malachit, Chrysopras
Schütze (23.11.-21.12.): Saphir, Dolomit, Sodalit
Steinbock (22.12.-20.01.): Bergkristall, Diamant, Sonnenstein
Wassermann (21.01-18.02.): Opal, versteinertes Holz, Aragonit
Fische (19.02.-20.03.): Aquamarin, Moldavit, Türkis
Steine der Monate:
Januar: Granat, Rosenquarz
Februar: Amethyst, Onyx
März: Aquamarin, Jaspis
April: Diamant, Bergkristall
Mai: Smaragd, Chrysopas
Juni: Perle, Mondstein
Juli: Rubin, Karneol
August: Peridot, Aventurin
September: Lapislazuli
Oktober: Turmalin, Opal
November: Topas, Tigerauge
Dezember: Tansanit, Zirkon
Amethyst
Er gehört auch zur großen Gruppe der Quarze und bedeutet in seiner Übersetzung aus dem Griechischen soviel wie "nicht betrunken". Im Volksmund wird der Amethyst auch als "Stein der Frömmigkeit" bezeichnet. Er kommt in Brasilien, Uruguay und Madagaskar vor.
Aquamarin
Er gehört zur Beryllgruppe und kommt in den Farben hellblau bis dunkelblau mit Grüneinschlägen vor. Verantwortlich für die Farbgebung ist sein Eisengehalt. Sein Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Meerwasser, was auf seine Farbgebung zurückzuführen ist. Unter Seefahrern war der Aquamarin ein beliebter Talisman, der vor Unwettern schützen sollte
Aventurin
Dabei handelt es sich um eine Quarz Varietät mit verschiedenen mikrokristallinen Einflüssen, die für das starke Glitzern verantwortlich sind. Aventurin kommt in rot-goldener, grüner und blauer Färbung vor.
Bergkristall
Der Ursprung des Namens stammt von dem griechischen Begriff "krystallos" ab, was in der deutschen Übersetzung Eis bedeutet. Grund dafür ist der frühere Glaube, bei diesem Edelstein handele es sich um gefrorenes Eis. Ihm wird eine heilende Wirkung nachgesagt, was seine klare und schöne Ausstrahlung begünstigt.
Bernstein
Bernstein besteht aus fossilem Baumharz und kommt in den Farbvariationen hellgelb bis braunorange vor. Bernstein ist entweder durchsichtig oder undurchsichtig. Der Name stammt der Überlieferung nach aus dem Niederdeutschen ab. Das Wort bernen steht für brennen und ist nachvollziehbar, da Bernstein ein leicht entzündliches Material ist
Beryll
Der Begriff stammt von dem lateinischen Begriff "beryllus" ab und beschreibt als Oberbegriff alle klaren Kristalle. Zu den bekanntesten Schmuckstein Varietäten des Beryll gehören der grüne Smaragd, der blassblaue Aquamarin, der gelbe Heliodor und der rosafarbene Morganit.
Blauer Topas
Topas ist eine allgemeine Bezeichnung für Edelsteine verschiedener Farben, die alle zur Familie der Topase gehören. Sie kommen in den Farben farblos, weiß, gelb, violett, rotbraun und hellgrün vor und werden überwiegend in Afghanistan, Australien, Brasilien, Russland, Birma und China gefunden. Der blaue Topas ist einer der wertvollsten Edelsteine und gehört zu den Heilsteinen, die die Kreativität wecken, wenn man ihn trägt.
Blauquarz
Der Blauquarz ist langläufig auch unter dem Begriff Blauer Aventurin bekannt und kommt überwiegend in Brasilien vor. Blauquarz ist ein sehr hartes Mineral und weist eine durchscheinende Blaufärbung auf. In der Heiltherapie wird dem Blauquarz eine stärkende Kraft auf das Immunsystem nachgesagt. Außerdem soll er als Kette getragen Ängste lindern und im Wasser eingelegt hat das Steinwasser positive Auswirkungen auf das Hautbild.
Bronzit
Bei Bronzit handelt es sich um die eisenhaltige Variante des Minerals Enstatit. Verantwortlich für die typische Färbung des Bronzits ist das Eisen, daher auch der Name in Anlehnung an Bronze. Auch dem Bronzit wird eine heilende Kraft nachgesagt.
Chrysopras
Dabei handelt es sich um eine Quarz Varietät und kommt in den Farbvariationen apfelgrün bis smaragdgrün vor. Der Einfluss von Sonnenlicht begünstigt ein Verblassen der Farbintensität. Dieser Prozess kann durch feuchte Lagerung aufgehalten und auch wieder rückgängig gemacht werden.
Citrin
Der Name leitet sich aus dem lateinischen Namen "Citrus" für Zitrone ab und ist die gelbgefärbte Variante des Quarzes. Sein Eisengehalt ist verantwortlich für seine intensive Farbgebung. Im Mittelalter galt dieser Stein als Garant für ewiges Leben und wurde als Sonnenstein verehrt.
Dalmatinerstein
Der Dalmatinerstein gehört zur Gruppe der Aplite, das heißt es ist ein Ganggestein aus Granit. Er ist feinkörnig bis zoniert und erhält seine Bezeichnung durch seine Farbgebung, die einen hellen Untergrund mit schwarzen Tupfern aufweist. In der Heilsteintheorie steht der Dalamtinerstein für Anregung der Nerven und beschleunigt die Reflexe.
Diamant
Der Diamant wird vom griechischen "adamas" der Unbezwingbare abgeleitet.
Dank seiner Härte ist der Diamant der beständigste aller Edelsteine. Schon kleine Steine erreichen durch den hohen Brechungsindex von 2,41 in Kombination mit dem Brillantschliff enorme Ausstrahlung.
In der Natur werden Diamanten in allen Farben gefunden, wobei der Anteil der "weißen" Steine sehr gering ist. Daraus resultiert auch der wesentlich höhere Preis.
Aber auch die farbigen Diamanten im Brillantschliff, richtig präsentiert, verleihen dem Schmuck einen brillanten warmen Charakter.
Der Diamant ist der einzige Edelstein, der nur aus einem Element besteht, nämlich aus Kohlenstoff "C". Vom einfachen Graphit und der Kohle unterscheidet er sich durch die extrem enge Raumpackung der Kohlenstoffatome, die durch enorm hohe Drücke und hohe Temperaturen im Erdinnern das Entstehen des Diamanten erst möglich machten.
In seiner vollendeten geschliffenen Form wird der Wert eines Diamanten wird durch die 4 bedeutenden Kriterien, der 4 C bestimmt.
Härte nach Mohs: 10
Dichte: 3,52
Lichtbrechung: 2,42
Dispersion: 0,044
Kristallisation: kubisch
chem. Zusammensetzung: Kohlenstoff C
Carat --› Gewicht
Cut --› Schliff
Colour--›Farbe
Clarity --› Reinheit
Dolomit
Ein Dolomit ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der carbonate und weist eine weißgraue bis hellbraune Färbung auf.
Falkenauge
Ein Falkenauge ist eine faserige und undurchsichtige Quarz Varietät. Fundorte sind überwiegend Südafrika und Westaustralien. Es kommt in den Farbvariationen dunkelblau, blaugrün und blaugrau vor.
Feueropal
Gehört zur Gruppe der Opale. Feueropale kommen überwiegend in Mexiko vor und weisen eine sehr leuchtende intensive Farbgebung in den Tönen orangerot bis gelbrot auf. Sie gehören zu den schönsten durchsichtigen Opalen. Feueropale werden meist facettiert geschliffen.
Granat
Granat leitet sich von dem griechischen Begriff "Granatus" für Korn ab. Bereits im antiken Mittelalter wurde der Granat als Schmuckstein genutzt. Er ist rot bis dunkelrot und weist manchmal einen Braunton mit auf. Granat fungiert als Oberbegriff für Schmucksteine, die zu den Silikaten gehören. Schmuckstein Granate kommen in Südafrika, USA und Sri Lanka vor.
Iolith
olithen sind Schmuckkennern eher unter den Begriffen Luchs- oder Wassersaphir geläufig. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Veilchenstein. In seiner Farbgebung erscheint er parallel zur Prismenachse in dunklem Blau mit einem violetten Schimmer. Er ähnelt in seinem farblichen Erscheinungsbild dem Saphir, geht aber eher noch ins Violette. Iolithe kommen in Brasilien, Kanada, Birma und Sri Lanka vor. In Deutschland können Sammler in Bodenmais im Bayrischen Wald Iolithe finden. Härte nach Mohs: 7 - 7,5
Dichte: 2,63
Lichtbrechung: 1,53 - 1,54
Dispersion: 0,011
Kristallisation: rhombisch
chem. Zusammensetzung: Eisen-Magnesium- Tonerdesilikat mit geringen Teilen Mangan und Wasser Mg2Al2
Jade
Jade gehört zu den sehr selten vorkommenden Mineralien und wird ausschließlich zur Herstellung von Schmuck und Kunstobjekten verarbeitet. Jade kommt in den verschiedensten Grünvariationen vor, die manchmal einen Schwarzstich ausweisen. Zu den eher seltenen Funden gehören die Farben gelb, rosa, violett, orange oder braun. Auch weißer oder farbloser Jadestein kommt sehr selten vor.
Karneol
Bei Karneol handelt es sich um ein Aggregat von feinstem Quarz, dessen feine Struktur nur unter dem Mikroskop erkennbar ist. Karneol wird hauptsächlich als Schmuckstein verarbeitet. Begehrte Karneole erscheinen beim Durchblicken feurigrot, weisen auf der Oberfläche aber einen schwarzen Rot-Ton auf. Weitere Varianten kommen in allen möglichen Braun-Tönen, einfarbig, gestreift oder gefleckt bis hin zu hellrosa vor.
Koralle
Die Koralle gehört zur Klasse der Blumentiere. Das Kalkgerüst der Koralle wird häufig zur Schmuckherstellung genutzt. Am Begehrtesten sind die roten Edelkorallen.
Lapislazuli
Der Bedeutungsursprung von Lapis liegt im Lateinischen und steht für "Stein". Lazuli ist auf die arabische Bezeichnung "lazulum" für blau zurückzuführen. Bestes Abbaugebiete für Lapislazuli ist der Hindukusch. In Chile, Kalifornien, und in bestimmten Regionen Russlands wird ebenfalls Lapislazuli abgebaut.
Mondstein
Da er eine schimmernde Oberfläche aufweist, die an das konfuse Licht des Mondes erinnert, erhielt dieser Stein seinen prägnanten Namen. Der Mondstein stammt ursprünglich aus Sri Lanka und in der klassischen Form ist er milchig-weiß mit einer transparenten Tendenz und weist einen zarten bläulichen Glanz auf. Mondsteine, die aus Indien stammen, zeigen einen eher trüberen Ton, der leichte Orange-Tendenzen innehat.
Opal
arbe: verschiedene schillernde Töne in blau und grün
Herkunftsland/Vorkommen: Australien
Gruppe/Varietät:
Eine liebliche Varietät des häufigsten Minerals, des Quarzes. Das Wort "Opal" kommt aus dem Altindischem und bedeutet "Stein". Es wird unterschieden zwischen schillernden Edelopalen, gelbroten Feueropalen und den gemeinen Opalen.
Peridot
Peridot ist auch unter dem Begriff Olivin bekannt und erscheint in Grün mit leichtem Goldschimmer. Er wurde schon bei den alten Ägyptern als Schmuckstück verwendet und ist auch heute noch ein sehr beliebter Edelstein.
Prehnit
Namenspate für diesen Stein ist der Überlieferung nach der niederländische Oberst Prehn, der den Prehnit gegen Ende des 18 Jahrhunderts vom Kap der guten Hoffnung in seine Heimat brachte. Der Prehnit kommt in Deutschland, Frankreich, Australien und Südafrika vor. Seine Farbgebung variiert zwischen hellgrün und dunkelgrün, weiß, gelblich, rötlich und farblos.
Rauchquarz
Der Rauchquarz gehört zur der Gruppe der Quarze. Diese bestehen hauptsächlich aus Siliciumdioxid und Kieselsäure. Der Name deutet auf die rauchbraune Farbe hin. Dieser Edelstein kommt vor allem in den Schweizer Alpen, in Spanien und Brasilien vor.
Rosenquarz
Der Rosenquarz ist eine der vielen Quarz Varietäten. Namensgeber ist seine rosarote Färbung. Seine Struktur ist milchig bis durchscheinend. Er gilt als Symbol der Liebe und versinnbildlicht die Fruchtbarkeit seines Trägers. In der Esoterik verfügt der Rosenquarz über heilende Kräfte, die körperliche und geistige Schwächen des Liebeslebens ausgleichen.
Rubin
Der Name stammt aus dem lateinischen "ruber" = rot oder aus dem mittellateinischen "rubinus" = Rubin (roter Stein).
Das Rot des Rubins wird durch 0,2% bis 0,7 % Chrom (Cr2 O3) verursacht mit Spurenelementen von Titan, Silizium, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, je nach Lagerstätte.
Die rote Farbe des Rubins wechselt stark mit dem Fundort. Die begehrtesten taubenblutroten Steine kommen aus Birma. Rubine aus Thailand (Siam) zeigen meistens einen leicht bräunlichen oder violetten Einschlag. In Sri Lanka werden etwas hellere oder rosafarbene Rubine gefunden. Weitere Fundorte sind: Pakistan, Tansania, und Kenia.
Härte nach Mohs: 9
Dichte: 3,99
Lichtbrechung: 1,76 - 1,77
Dispersion: 0,018
Kristallisation: trigonal
chem. Zusammensetzung: Aluminiumoxid AL2O3 (Tonerde) mit bis zu 0,7 Chrom Cr2O3 das die rote Farbe verursacht und in wechselnden Mengen, je nach Fundorte Spurenelemente von Eisen, Kupfer, Mangan Titan und Silber.
Saphir
Der Name stammt aus dem griechischen "sappheiros".
Bis ins Mittelalter bezeichnete man damit den Lapislazuli.
Alle nicht rubinroten Korunde in Edelsteinqualität werden als Saphire bezeichnet. Außer dem blauen und dem farblosen Saphir (Leukosaphir) werden braune, gelbe, orangefarbene, violett- purpur-, rosafarbene und flaschengrüne Saphire gefunden.
Die am meisten geschätzte blaue Farbe des Saphirs wird durch Titan und Eisen hervorgerufen, gleichzeitig vorhandenes Chrom verleiht dem Saphir eine violette Farbe. Zweiwertiges Eisen gibt dem Saphir eine gelbe Farbe. Die schönsten kornblumenblauen oder königsblauen Saphire kommen aus Birma. Hellblaue und stahlgraue Steine kommen aus Sri Lanka. Australische Saphire besitzen ein sehr dunkles, leicht grünliches Blau. Weitere Fundorte sind Brasilien, Kambodscha, Rhodesien.
Beim orangegelben rötlichen Saphir, wird die Farbe durch Chrom, Eisen und Vanadium hervorgerufen, dieser Edelstein wird als Padparadscha bezeichnet, und ist von Liebhabern sehr geschätzt.
Härte nach Mohs: 9
Dichte: 3,99
Lichtbrechung: 1,76 - 1,77
Dispersion: 0,018
Kristallisation: trigonal
chem. Zusammensetzung: Alumiumoxid (Tonerde) Al2O3 mit zweiwertigem Eisen bis 1,1% und vierwertigem Titan bis 0,2% , welches die blaue Farbe verursacht
Smaragd
Der Name stammt aus dem griechischen "smaragdos" = Smaragd gemeint war damit ein grüner Stein.
Der Smaragd gehört mit dem Beryll und Aquamarin zur Beryllgruppe. Der Smaragd ist der am höchsten bewertete Beryll. Am begehrtesten ist das satte Grün, es ist so unvergleichbar, daß man von "smaraggrün" spricht. die farbgebende Substanz ist Chrom mit Spurenelementen von Vanadium.
Die bekanntesten Lagerstätten sind in Kolumbien, die Mine von Muzo, die Mine von Chjivor und Gachala.
In Brasilien die Lagerstätten Minas Gerais, und Goias. Diese Steine sind heller als die kolumbianischen.
Weitere Fundorte sind in Rhodesien, Südafrika, Indien und Australien.
Härte nach Mohs: 7,5
Dichte: 2,72
Lichtbrechung: 1,57 - 1,58
Dispersion: 0,014
Kristallisation: hexagonal
chem.Zusammensetzung: Aluminium-Beryllium-Silikat Al2Be3(Si6O18)
Tigerauge
Das Tigerauge ist eine Quarzform und entsteht durch eine Verdrängung des Quarzes nach Krokydolith. Das Tigerauge kommt in den Farbvariationen gelb bis rotbraun vor. Durch die Oxidation des bläulichen Falkenauges, ebenfalls einer Quarzvarietät, erhält das verbliebene Eisen seine gelbliche Färbung.
Topas
Topas ist eine allgemeine Bezeichnung für Edelsteine verschiedener Farben, die alle zur Familie der Topase gehören. Sie kommen in den Farben farblos, weiß, gelb, violett, rotbraun und hellgrün vor und werden überwiegend in Afghanistan, Australien, Brasilien, Russland, Birma und China gefunden. Der weiße Topas wird auch als Edeltopas bezeichnet und wurde in der Antike als heiliger Stein verehrt.
Türkis
Türkis ist ein eher selten vorkommendes, wasserhaltiges Kupfer-Aluminium Phosphat und kommt in den Farbvarianten türkisblau, himmelblau und hellblau vor. Farbgebende Substanz des Türkis ist das Kupfer. Der Name bedeutet "türkischer Stein", weil sein Handelsweg früher immer über die Türkei geführt hat. Der Türkis kommt in den Ländern Afghanistan, Iran, Argentinien, Australien und Brasilien vor. In orientalischen Kulturen wurde der Türkis als heiliger Stein verehrt.
Turmalin
Der Name kommt vermutlich aus dem singhalesischen "turmali" = bunte Steine.
Mitte des 18. Jahrhunderts kamen durch die Handelschiffahrt die ersten Turmaline nach Europa. Durch ihre Pyroelektrizität wurden die Minerale als Pfeifenputzer verwendet und bekamen den Namen "Aschentrecker".
Die Turmaline sind eine der farbenreichsten Edelsteine, die in fast allen Farbnuancen vorkommen. Sehr begehrt sind zu den bekannten grünen Steinen die leuchtend roten und strahlend hellgrünen "Paraiba" Turmaline, benannt nach der bekannten Mine in Brasilien.
Vorkommen: Brasilien, Sri Lanka, Oberbirma, Südwest-Afrika.
Härte nach Mohs: 7,5
Dichte: 3,06
Lichtbrechung: 1,63 - 1,64
Dispersion: 0,017
Kristallisation: trigonal
chem. Zusammensetzung: borhaltiges Cyclosilikat mit wechselnden Mischkristallen
Zirkonia
Ist kein natürlich vorkommender Edelstein, sondern eine sehr beliebte Imitation, die einem Diamanten gleicht und bei der Schmuckherstellung sehr beliebt ist. Auf den ersten Blick unterscheidet sich Zirkonia nicht eindeutig vom Diamanten, aber auf den zweiten Blick ist die unterschiedliche Lichtbrechung erkennbar. Ein vollkommener Diamant reflektiert 100 % des einfallenden Lichts, während Zirkonia nur einen Bruchteil des Lichts nach unten weiterleitet.
Channelfassung
Die Channelfassung heißt in ihrer deutschen Übersetzung so viel wie Fadenfassung. Die Steine werden dabei so dich aneinander gereiht, dass es den Anschein hat, als seien sie an einem Faden aufgezogen.
Clusterfassung
Cluster kommt aus dem Englischen und bedeutet in der deutschen Übersetzung "Aufhängung". Bei dieser Art der Fassung werden mehrere Edelsteine eng nebeneinander und in verschiedene Höhen gesetzt.
Eingeriebene Fassung
Dabei werden die Steine nicht in eine eigene Fassung, sondern in das vorhandene Schmuckstück eingefasst und haben so trotzdem einen stabilen Halt.
Geschlossene Fassung
Dabei ist der Stein rundherum von der Fassung umgeben, wobei eine extrem ausgeprägte Stabilität erreicht wird.
Krappenfassung
Die Krappenfassung ist eine Halterung, bei der der jeweilige Stein von mehreren Metallstümpfen, den sogenannten Krappen, gehalten wird. Vorteil dieser Fassung ist, dass viel Licht an den Stein gelassen wird und seine Brillanz somit stark ausgeprägt ist.
Pavéfassung
Das französische Wort pavé bedeutet Pflaster. Wie der Name schon vermuten lässt, werden bei dieser Fassung die Steine dicht nebeneinander angeordnet, in Anlehnung an das Straßenpflaster.
Zargenfassung
Zargenfassungen gibt es in geschlossener oder halbgeschlossener Form. Dabei wird der Stein an seiner größten Seite durch einen Metallstreifen umfasst und so festgehalten.
333er Gold
Bei der Schmuckherstellung wird Gold mit Silber, Kupfer und Zink legiert. 333 steht für die Anzahl reinen Goldes und entspricht ungefähr einem Wert von 8 Karat.
585er Gold
Dabei handelt es sich um eine sehr robuste Goldart, die sehr beliebt ist bei der Schmuckherstellung. Entspricht 14 Karat.
750er Gold
Diese Goldart ist in der Konsistenz sehr fein und lässt sich leicht verarbeiten. 750 Teile Gold kommen auf Tausend, das entspricht 18 Karat.
Rotgold
Durch die Zugabe von Kupfer enthält diese Goldart ihren warmen Rot-Ton, je höher der Kupferanteil, desto rötlicher ist der Schimmer des Schmuckstücks.
Weißgold
Bei Weißgold bestimmen die Anzahl der zugefügten Metalle den letztendlichen Ton. Um den weißen Glanz zu erhalten, werden Palladium und Silber hinzugefügt
Akoya-Perlen
Haben ihren Ursprung in Japan und werden dort in zweischaligen Muscheln gezüchtet. Sie sind besonders rund und kommen in den Farben weiß, creme, rosé, grün, grau und gold vor.
Mallorca-Perlen
Mallorca-Perlen sind künstliche Perlen aus Glas, die mit mehreren Schichten Perlmutt ummantelt sind, um einen möglichst natürlichen Perlenschimmer zu erhalten.
Perlen
Perlen werden von bestimmten Perlenaustern gebildet. Der Entstehungsprozess ist langwierig und faszinierend. Austern ernähren sich ausschließlich von Plankton. Wenn dem Plankton ein Fremdkörper beigemischt ist, beginnt die Auster den Fremdkörper zu isolieren und mit Perlmutt zu ummanteln. Dieser Prozess dauert so lange an, bis sich eine massive Perle im Inneren der Muschel gebildet hat. Der Wert der Perle richtet sich nach Farbe, Größe und Schicht. Ebenso entscheidend ist der Glanz der Oberfläche.
Südsee-Muschelkernperlen
Diese Perle stammt aus der "Pinctada Maxima" Auster, die in den warmen Regionen der Südsee vorkommt. Es handelt sich dabei um eine sehr kostbare Perle, die in dem Farbspektrum von weiß, apricot bis grau auftritt
Süßwasser-Zuchtperlen
Diese Perlenart wird überwiegend in China gezüchtet. Statt eines festen Kerns, wird bei dieser Züchtung ein Gewebeteilchen aus einer anderen Muschel eingesetzt und anschließend mit Perlmutt ummantelt. Bekanntestes Beispiel sind die Perlen von Mang Sang.
Zuchtperlen
Um den Prozess der Perlenbildung in Gang zu setzen, werden bei der künstlichen Aufzucht Perlmuttkügelchen von Hand in eine Perlenauster eingesetzt, um die dann im Laufe der Jahre mehrere Schichten wachsen, bis eine fertige Perle entstanden ist.
Platin
Platin ist das schwerste der existierenden Edelmetalle. Es ist sehr rein in seiner Zusammensetzung und sehr hart von der Konsistenz. Inn seiner Farbgebung ist es etwas dunkler als Silber. Es ist ein sehr selten vorkommenden Edelmetall und dementsprechend kostbar. Platin wurde erstmals 1735 in Kolumbien entdeckt.
Antikschliff
Diese Form des Schleifens von Edelsteinen war in der Antike sehr beliebt. Auffallend bei dieser Schliffart ist, dass bei rechteckigen Steinen die Kanten gerundet werden
Baguetteschliff
Die deutsche Übersetzung des französischen Wortes "Baguette" bedeutet soviel wie kleiner Stab. Diese Schleifform wird nur bei durchsichtigen Steinen angewandt. Das Endprodukt erscheint dann in einer lang gestreckten Form.
Brillant -oder Diamantschliff
Der Brillantschliff weist im Oberteil 32 und im Unterteil 24 Facetten auf. Dazu kommt eine Tafelfacette. Man spricht von 58 Facetten wenn außerdem noch die Spitze abgeschliffen ist. Diese Schliffart erreicht die größte Brillanz eines Edelsteins. Für diese Schliffart sind ausschließlich durchsichtige und Steine mit hoher Lichtbrechung.
Cabochonschliff
Der französische Begriff cabochon heißt übersetzt "Knöpfchen" und zählt zu den ältesten Schliffarten. Dabei handelt es sich um eine runde bis ovale Schliffform. Das Endprodukt weist eine konvex gewölbte Oberfläche und eine flache Unterseite auf. Es gibt noch den doppelten Cabochonschliff bei dem dann beide Seiten eine konvexe Wölbung aufweisen. Diese Schliffart eignet sich besonders bei undurchsichtigen bis leicht durchscheinenden Steinen, die eine schöne Zeichnung haben oder über eine erhöhte Lichtreflexion verfügen.
Carréeschliff
Beim Carréeschliff weist die Grundform eine rechteckige Ober- und Unterseite aus, die durch Kanten (Rundiste) getrennt sind. Das Endprodukt hat eine Treppenform.
Herzschliff
Der Herzschliff ist Teil der Phantasieschliffe. Seiner langläufigen Bedeutung nach eignet er sich hervorragend für Verlobungs- oder Hochzeitsschmuck.
Kissenschliff
Steine, die nach dem Schliff ein quadratisches Umfeld aufweisen, werden als Kissenschliff bezeichnet, weil die letztendlich Form an ein Kissen erinnert. Die Unterteilspitze wird durch eine kleine Fläche abgestumpft.
Navettenschliff
Ist auch unter dem Begriff "Hamburger Schiffchen" geläufig, weil seine längliche Form an ein Schiff erinnert. Es handelt sich dabei um einen Zweispitzschliff, der überwiegend bei durchscheinenden Steinen angewandt wird. Weil diese Schliffart von der Mätresse König Ludwig XV, Marquise Jeanne de Pompadour bevorzugt wurde, wird diese Art auch Marquisenschliff genannt.
Ovalschliff
Der Ovalschliff ist bei Diamanten eine Variation des klassischen Rundschliffs. Diese Form lässt einen Diamanten gleichen Karats größer erscheinen als im Rundschliff und verleiht ihm einen besonderen Glanz.
Prinzenschliff
Diese Schliffart gehört zu den Aufwendigsten mit insgesamt 144 Facetten. Dabei sind 63 Facetten im Oberteil und 32 im Unterteil und 48 an der Rondiste ( Kante zwischen Ober- und Unterteil), sowie eine Tafelfacette zu finden.
Smaragdschliff
Da Smaragde in ihrer Konsistenz sehr spröde sind eignet sich diese Schliffform am besten. Es handelt sich dabei um ein treppenförmiges Endprodukt mit stumpfen Ecken. Aufgrund der Rechteckigkeit und den eingearbeiteten Stufen kommt die Schönheit eines Smaragdes am besten zur Geltung.
Tafelschliff
Wird überwiegend bei undurchsichtigen bis durchscheinenden Steinen angewandt. Dabei wird er Stein in quadratischer Form geschliffen und anschließend mit vier langen Facetten in Treppenform versehen, wobei das Unterteil eine sehr flache Form erhält. Das Endprodukt ähnelt in seiner Form dem Smaragdschliff.
Triangelschliff
Der Triangelschliff gehört auch zu den Phantasieschliffarten. Dabei handelt es sich um eine Schliffart in Dreiecksform mit drei parallelen Reihen von treppenförmigen Facetten.
Tropfenschliff
Diese Schliffform ist eine Kombination aus Navette- und Ovalschliff. Fachbegriff für diese Schleifart ist der französische Begriff Pendeloque.
999er Sterling-Silber
Dabei handelt es sich um die reinste Form des Silbers, wird aber eher selten bei der Schmuckherstellung verwendet. Dabei kommt auf Tausend Teile ein Silberanteil von 999 bei der Kupferlegierung.
925er Sterling-Silber
Die Bezeichnung Sterling Silber im Allgemeinen stammt von der englischen Münze namens „Sterling“ ab. Vor der Verarbeitung wird das weiche Edelmetall mit Kupfer legiert. Der Silberanteil beträgt 925 von Tausend Teilen.
Stahl
Stahl ist in seiner Festigkeit und Elastizität sehr beständig und eignet sich gut zur Herstellung modernen Schmucks, weil Stahl sich besonders gut formen lässt.
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